Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000274424_48/63/
Vorgeschichte 1922 bis 1935 61 
  
Arbeiter und Handwerker würden auf diese Arbeitsgelegenheit warten.255 
Die liechtensteinische Regierung entschied in dieser Angelegenheit nicht 
allein, sondern holte den Rat des Bischofs von Chur ein. Dieser sprach 
sich eindeutig gegen die Gemeinde Balzers aus.?5 
Die Vorbereitungen für den Klosterbau in Schaan begannen sogleich. Die 
Bauleitung des Klosters übernahm Architekt Arthur Wander aus Lauter- 
ach bei Bregenz." Von der Regierung wurde die Wahl des Architekten 
zur Kenntnis genommen. Da es sich nicht um einen liechtensteinischen 
Architekten handelte, legten die Regierungsvertreter der Gemeinde 
Schaan nahe, bei der Arbeitsverteilung in erster Linie Baufirmen aus 
Schaan zu berücksichtigen? Die Nichteinhaltung dieser Empfehlung 
sorgte für Reklamationen. Die Regierung teilte mit, dass sie von einer 
liechtensteinischen Firma gebeten worden seien, bei den Schwestern zu 
intervenieren, die Installationsarbeiten für die Heizung im Klosterneubau 
nicht an ausländische Firmen, sondern an hiesige Unternehmen zu verge- 
ben.29 Auch die Gemeinde Schaan sprach mehrmals bei den Schwestern 
vot, da sich Unmut breitgemacht hatte, weil verschiedene Arbeiten ins 
25 Siehe LLA, RF 145/186/21, Ausserung der Gemeinde Schaan an die Regierung, 
16. Mai 1934. Zur wirtschaftlichen Krisensituation Liechtensteins in den Jahren 
1928 bis 1939 siehe: Peter Geiger, Krisenzeit. Liechtenstein in den Dreissigerjah- 
ren, Bd. 1, Zürich 1997, 121—299. 
6 Siehe LLA, RF 145/186/22, Regierung an Bischófliches Ordinariat Chur, 24. Mai 
1934; LLA, RF 145/186/23, Bischof Laurenz Matthias Vincenz an die liechten- 
steinische Regierung, 29. Mai 1934. Siehe auch LLA, RF 145/186/33, Regierung 
an Gemeindevorstehung Balzers, 2. Juni 1934. 
? Siehe LLA, RF 145/186/27, Antrag der Gemeindevorstehung Schaan an die Re- 
gierung, 1. Juni 1934. Vom Architekten Wander wurde im Anschluss an den Bau 
eine kurze Baugeschichte angefertigt, die sich im Provinzarchiv der ASC-Schwes- 
tern in Schaan befindet. Siehe Arthur Wander, Baugeschichte des Klosterneubaus 
der Ehrwürdigen Schwestern vom Kostbaren Blute in Schaan, Liechtenstein, 
9. O, o. J. Aus Datenschutzgründen wurde mir von der Archivarin jedoch kein 
Einblick in diese Baugeschichte gewährt. 
78 Siehe LLA, RF 145/186/28, Regierung an Gemeindevorstehung Schaan, 1. Juni 
1934. Bei der liechtensteinischen Regierung gingen im Anschluss an die Wahl des 
Architekten Reklamationen vom in Liechtenstein lebenden Architekten Armbrus- 
ter ein, der bei der Architektenauswahl für den Bau nicht berücksichtigt worden 
wart, Der Verkehrsverein Schaan trat an die Regierung mit der Bitte, die Wahl des 
Architekten Armbruster zu verbieten, die Schwestern und den gewählten Archi- 
tekten Wander weiterhin wegen des Klosterneubaus zu belästigen. Siehe dazu: 
LLA, RF 145/186/34, Architekt Armbruster an die Regierung, 3. Juni 1934; LLA, 
RF 145/186/36, Architekt Armbruster an Architekt Wander, 9. Juni 1934; LLA, 
RF 145/186/37, Verkehrsverein Schaan an die liechtensteinische Regierung, 15. 
Juni 1934. 
239 Se LLA, RF 145/186/58, Regierung an Rechtsagent Louis Seeger, 1. September 
34. 
 
        

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