Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000274424_48/58/
    
    
56 Vorgeschichte 1922 bis 1935 
  
die Zubereitung von Birnenbrot mehr Beachtung finden sollte.2°8 Wie 
Sr. Alma Pia Spieler in ihrer Chronik schreibt, blieb die Zahl der Schüle- 
rinnen klein und Liechtenstein hätte die Notwendigkeit einer höheren Bil- 
dung für Mädchen noch nicht gespürt. Auch über die Situation ihrer 
ausgebildeten Hauswirtschaftslehrerinnen war die Kongregation nicht 
glücklich. Obwohl ihnen die liechtensteinische Regierung versichert hätte, 
dass Hauswirtschaft im Lande gefragt sei, fanden die Schwestern nach 
ihrer Rückkehr von der Ausbildung keine Anstellung,.?!° 
Gleichzeitig wurde das Haus auf Gutenberg als Státte der Erholung für 
Frauen und für Exerzitienkurse genutzt. Im Sommer 1922 weilten Frauen 
des Katholischen Frauenbundes St. Gallen zur Ruhe und Entspannung im 
Haus der Schwestern?! 
1922 wurden die Gemeinschaften in Liechtenstein und Vorarlberg zum 
Vize-Vikariat erhoben, mit dem Haus Gutenberg als Vikariatsleitung. Die 
Leitung übernahm Sr. Ida Keller??? Das Vize-Vikariat entfaltete sich 
schnell. Zihlte es 1922 noch 13 Schwestern in vier Gemeinschaften, wat 
es 1926 auf 48 Schwestern angewachsen.2? Nur drei Jahre spáter erhob 
die Generalleitung in Rom das Vize-Vikariat zu einer eigenstándigen Pro- 
vinz. In Balzers befand sich fortan eine der insgesamt acht Provinzen der 
ASC.214 St. Paulina Schneeberger stand der Provinz ab 1929 vor. 
3 Differenzen mit der Gemeinde Balzers 
und Klosterneubau in Schaan 
Schon bald zeichnete sich ab, dass der Sitz auf Gutenberg in Balzers kein 
dauerhafter sein sollte. Als sich 1933 der Pachtvertrag mit der Gemeinde 
Balzers langsam dem Ende zuneigte, fingen die Anbeterinnen des Blutes 
Christi an, über einen möglichen Kauf und anschliessenden Anbau des 
Hauses Gutenberg zu beraten, und traten mit der Anfrage zum Kauf an 
208 Siehe Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 150—151. 
209 Siehe Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 132. Über die genaue zahlenmássige 
Entwicklung der Haushaltsschule in den Jahren 1920 bis 1935 ist nichts bekannt. 
Inwieweit bei diesem Haushaltskurs von einer hóheren Bildung gesprochen wer- 
den kann, ist fraglich, da der Fácherkatalog ausschliesslich auf die Haushaltsfüh- 
rung beschränkt war. 
210 Siehe Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 193. 
211 Siehe Frey, Geschichte der Provinz Gutenberg bis zur Umsiedlung nach Schaan, 
102; Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 193. 
212 Siehe Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 133. 
213 Siehe Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 148. Eine Tabelle mit der Entwicklung 
der Schwesternzahlen in der deutschsprachigen Provinz befindet sich im Anhang. 
214 Siehe Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 156.
        

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