Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000274424_48/150/
    
    
148 Höhere Töchterschule 1946 bis 1973 
  
re Tóchterschule nochmals kundtat. «Mit der Schulgeldbefreiung am 
Liechtensteinischen Gymnasium und am Institut St. Elisabeth wird nicht 
nur manchen Eltern die Last abgenommen, sondern gleichzeitig auch die 
Bedeutung dieser Bildungsstátten für unser Land unterstrichen»? Den 
Eltern Liechtensteins ermóglichte dieser Beschluss eine zusätzliche Wahl- 
freiheit. Hatten Eltern mit einem geringeren Einkommen bis anhin nicht 
wirklich eine Wahl zwischen den verschiedenen Schultypen gehabt, da sie 
für die liechtensteinischen Privatschulen noch zusätzlich Schulgeld hätten 
berappen müssen, so konnten sie nun unabhängig ihrer finanziellen Mög- 
lichkeiten die beste Entscheidung für ihr Kind treffen.” 
Mit der zunehmenden Finanzierung durch die öffentliche Hand gewann 
das Land Liechtenstein auf der anderen Seite vermehrt Mitspracherecht, 
was die Höhere Töchterschule anbelangte.78 Der Landesschulrat und die 
Regierung nahmen jedoch nicht so sehr aus eigener Initiative Einfluss auf 
das Institut, vielmehr entwickelte sich langsam eine Anpassung an das 
öffentliche Schulwesen. Schon seit den Anfängen der Schule fanden die 
Abschlussprüfungen am Institut in Anwesenheit des Schulkommissärs 
statt. Er befand auch über eine allfillige Lehrplanánderung.? Im Zuge 
der Revision des Schulgesetzes 1971 veránderten sich auch einige Rege- 
lungen an der Hóheren Tóchterschule. Der Schultyp einer vierklassigen 
Realschule mit Handels- und Hauswirtschaftsfáchern wurde nicht vet- 
ändert. Der Lehrstoff der vier Jahre wurde aber auf fünf Jahre verteilt und 
der bis anhin praktizierte Vorkurs aufgelóst. Die Schwestern verlangten 
zudem für ihre Zóglinge ein staatlich anerkanntes Abschlussdiplom,*9? das 
jedoch erst mit der Umwandlung in eine staatliche Realschule unter pri- 
vater Trägerschaft 1973 Wirklichkeit wurde. 
576 L'TP vom 30. April 1969, 70. 
57 Ob nun aber Liechtensteiner Eltern aufgrund dieser Entscheidung ihre Tóchter 
vermehrt in das Institut St. Elisabeth schickten, kann aufgrund der Schülerzahlen 
nicht nachvollzogen werden. Da sich in denselben Jahren das Internat auflôste, 
können keine Rückschlüsse über einen vermehrten Besuch von Liechtensteiner 
Schülerinnen im Vergleich zu Internatszöglingen gezogen werden. 
578 Es wird hier davon ausgegangen, dass das beim Liechtensteinischen Gymnasium 
auch der Fall war, da dies das Schulgesetz von 1929 erforderte. 
579 Siehe LLA, V 102/0123, Protokoll der Prüfungskommission St. Elisabeth, 18. 
Februar 1969. 
580 Siehe LLA, V 102/1055/4, Institut St. Elisabeth an Landesschulrat, 4. November 
1966. 
 
        

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