Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000274424_48/143/
Hôhere Tôchterschule 1946 bis 1973 141 
  
Berufsberatung»°** für Mädchen einzuführen, denn einer besonderen Be- 
ratung für Mädchen würde insofern eine ausserordentliche Bedeutung zu- 
kommen, als dass die «Notwendigkeit des Mädchenstudiums in manchen 
Kreisen noch nicht gebührend erkanno»* würde. Auch die kirchliche 
Vertretung steins hatte sich mit dieser Tatsache abgefunden und wagte es, 
neue Wege zu beschreiten, indem sie die Koedukation von Mádchen und 
Knaben — bedingt durch die Zulassung der Mädchen ans Gymnasium — 
am Collegium Marianum befürwortete.549 
5 «Bestünde diese Schule nicht, müsste sie geschaffen 
werden»5* — Unterstützung und Anerkennung durch 
den Landesschulrat, den Landtag und die Regierung 
Ein Neubau wird notwendig 
Die rasch wachsenden Schülerinnenzahlen am Institut St. Elisabeth und 
die Beliebtheit der ausgebildeten Frauen in den liechtensteinischen Büros 
verschafften der Höheren Töchterschule auch von Seiten der staatlichen 
Behörden Anerkennung. Hatten die Regierung und der Landtag die Schu- 
le seit ihrer Gründung in Schaan 1935 schon stets auf verschiedenste Wei- 
se unterstützt, so wurde diese Unterstützung ab Mitte der 1950er Jahre 
hochoffiziell. Die schnell steigende Schülerinnenzahl am Institut St. Elisa- 
beth seit Anfang der 1950er Jahre — von 36 Schülerinnen 1950 verdrei- 
fachte sich ihre Zahl bis 1955 — liess die ASC-Schwestern Mitte der 
1950er Jahre über eine akzeptable Lósung für die wachsenden Platzpro- 
bleme an der Schule nachdenken.54 Ein Neubau erschien ihnen die geeig- 
netste Lósung. Die Kongregation sah sich allerdings nicht in der Lage, die 
vorangeschlagenen Baukosten im Rahmen von 750 000 Franken aufzu- 
treiben und stellte deshalb an die Regierung einen Antrag um finanzielle 
Beihilfe zum Neubau. Die Schwestern techtfertigten ihr Ansuchen damit, 
dass die Schliessung der Schule bevorstehe, wenn der zusitzlich notwen- 
dige Schulraum für die stándig zunehmende Schületinnenzahl nicht ge- 
Schaffen werden kónne. Eine von vielen liechtensteinischen Eltern ge- 
?*! (el), Kommentar. Berufsberatung: Neu überdenken, in: Liechtensteiner Volksblatt 
. vom 27. Márz 1971. 
?5 (ek), Kommentar. Berufsberatung: Neu überdenken, in: Liechtensteiner Volksblatt 
. vom 27. Márz 1971. 
se Midchen im Matianum?, in: In Christo, Nr. 26, 5. November 1966. 
i Ir RF 296/067, Stellungnahme des Schulkommissariats an Regierung, 18. Juni 
966. 
?$ Die Zahlen sind den jeweiligen Rechenschaftsberichten der Regierung entnom- 
men. 
 
        

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