Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000274424_48/131/
Höhere Töchterschule 1946 bis 1973 129 
  
Die Schule im Leben der ehemaligen Schülerinnen 
Mädchen, welche die Höhere Töchterschule des Instituts St. Elisabeth be- 
suchen konnten, fühlten sich privilegiert, denn die Schule galt als der Bil- 
dungsort in Liechtenstein, an dem Mädchen eine vertiefte Ausbildung ge- 
niessen konnten und sich nicht mit der Wissensvermittlung an der staat- 
lichen Realschule zufrieden geben mussten. 
Aus verschiedenen Gründen erwogen die Eltern, ihre Töchter in die 
Liechtensteiner Klosterschule zu schicken. Für manche war das Renom- 
mee des Instituts ausschlaggebend, andere waren mit den seinerzeit an der 
Realschule unterrichtenden Lehrern nicht einverstanden und wieder ande- 
te schickten ihre Kinder aus dem pragmatischen Grund des einfacheren 
und sichereren Schulweges nach Schaan in die Schule.505 
Rückblickend hat die Mehrheit der ehemaligen Schülerinnen der Handels- 
schule «ihre» Klosterschule positiv in Erinnerung, vor allem was die schu- 
lische Wissensvermittlung betrifft. Die Schülerinnen der 1940er, 1950er 
und 1960er Jahre loben das schulische Wissen, das ihnen am Institut 
St. Elisabeth zuteil wurde und das sie ihr ganzes Leben hindurch gebrau- 
chen konnten. Nicht nur in den Handelsfächern verfügten sie nach Ab- 
schluss der Schule über aussergewöhnliche Qualifikationen, auch die 
Grammatik der deutschen, französischen und englischen Sprache oder 
beispielsweise das Kopfrechnen beherrschten sie. Arbeitsplätze fanden sie 
ohne Probleme, denn im Gegensatz zu Schülern anderer Schulen waren 
sie auch fleissig, strebsam, ausdauernd, höflich, pünktlich und anpas- 
und sozialen Veränderungen der Hausarbeit siehe: Nadine Lefaucheur, Mutter- 
schaft, Familie und Staat, in: Georges Duby/Michelle Perrot (Hg.), Geschichte der 
Frauen. 20. Jahrhundert, Bd. 5, Frankfurt am Main/New York 1995, 463—483, hier 
473-476. 
Siehe zum ganzen Abschnitt die Interviews mit Frau D. und Frau E. vom 13. Sep- 
tember 2006 (Fra D. besuchte das Institut St. Elisabeth Mitte der 1940er Jahre, 
Frau E. Anfang der 1950er Jahre); Frau F. und Frau G. vom 31. August 2006 
(Frau F. und Frau G. besuchten das Institut St. Elisabeth Anfang der 1950er Jah- 
te); Frau H. vom 16. September 2006 (Frau H. besuchte das Institut St. Elisabeth 
Ende der 1960er Jahre); Frau O. vom 29. September 2006 (Frau O. besuchte das 
Institut St. Elisabeth Anfang der 1950er Jahre); Frau J. vom 10. Juni 2006 (Frau J. 
besuchte das Institut St. Elisabeth Anfang der 1960er Jahre); Frau K. vom 7. April 
2006 (Frau K. besuchte das Institut St. Elisabeth Mitte der 1960er Jahre); Frau L. 
vom 20. Mai 2006 (Frau L. besuchte das Institut St. Elisabeth Mitte der 1960er 
Jahre); Frau M. vom 18. April 2006 und Frau N. vom 9. Juni 2006 (Frau M. be- 
suchte das Institut St. Elisabeth Mitte der 1960er Jahre, Frau N. Ende der 1960er 
Jahre). 
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