Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
42
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000266743/31/
Ende eine Opfermentalität bestimmen das Tun.»28Und wir haben es auch nicht gern, wenn uns von aussen «etwas erklärt werden muss», heisst es bei Mathias Ospelt im «Cirque Souverain». Unser System ist starr und schwer geworden. Ein einziges Veto genügt unter Umständen, um alles zu blockieren. Die Verfassungsfrage hat uns tief gespalten, doch zugleich eine Dis- kussion über die Grundordnung unseres Staates in Gang gesetzt. Der kleine Staat ist ein Extremmodell, wie es auch der sehr grosse ist. «Im Kleinstaat ist niemand Passagier», alle Zugestiegenen gehören «zur Besatzung», so Georg Malin. Der Kleinstaat ist eine Art existenzia- listisches Gemeinwesen. Er ist eine politische Nation, ist eine gemein- same Civitas – oder er wird auf Dauer nicht bestehen. Der Staat, auch der unsrige, ist heute noch der zentrale Akteur der inneren politischen Selbstgestaltung und der Erhaltung von Regelungs- spielräumen, des zwischenstaatlichen Verkehrs wie der Interessenwahr- nehmung nach aussen. Eine ungeschönte Bestandsaufnahme und Diag- nose können schmerzen, doch könnten sie vielleicht helfen, uns auf das Fundament zu besinnen, es zu hüten, wo nötig zu erneuern und dieses Land Europas zwischen der Schweiz und Österreich möglichst unver- sehrt an die Kinder weiterzugeben. Ich hoffe es. Ich hoffe, wir wollen es. Mit einer alle im Lande wieder sammelnden Kraft.31 
Liechtenstein – europäische Integration und Globalisierung 28Gedanken zum Wirtschaftsstandort Liechtenstein, in: 50 Jahre VPBank 1956–2006, Bd. II, Vaduz 2006, S. 11 ff. [13].
        

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