Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
42
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000266743/169/
3. Die Schaffung der Freien Stadt Danzig (als binationaler Kleinstaat) und des Vatikanstaats (zur Lösung der Römischen Frage) zeigt die Mög- lichkeit, die Schaffung neuer Kleinstaaten zur Problemlösung zu nutzen. 4. Die totalitären Regime Sowjetrusslands, Italiens und Deutschlands bedrohten durch Gewalt und Krieg auch die kleinen Staaten und ver- leibten sich solche in vielen Fällen ein. 5. Einige wenige Kleinstaaten konnten sich als Neutrale aus dem Krieg heraushalten, so am europäischen Rand Portugal und Irland, so mitten in Italien San Marino und der Vatikan, so (neben Schweden) im Zentrum Europas die Schweiz und Liechtenstein, ebenso Andorra zwischen Frankreich und Spanien. 6. Dank dem Sieg über die Achsenmächte konnten die annektierten oder besetzten Staaten, auch die kleinen, wiederhergestellt werden, aus- genommen die drei baltischen Kleinstaaten. 7. Liechtenstein blieb als neutraler Kleinstaat im Zweiten Weltkrieg ver- schont: Es war fast gewichtslos; es widerstand dem Anschlussstreben der einheimischen Nationalsozialisten; es war eng mit der neutralen Schweiz verbunden; es wurde von Hitler als Annex der Schweiz behandelt; es wurde schliesslich durch den alliierten Sieg von der Bedrohung befreit. 8. Die Diskussion um Zulassung oder Nichtzulassung von Kleinststaa- ten zum Völkerbund zeigt, dass die allgemeine Stimmung in der Zwi- schenkriegszeit für sehr kleine Staatsgebilde noch wenig günstig war. Für sie war auch die Völkerbundscharta zu wenig flexibel gefasst. 9. Wirtschaftlich waren die kleinen Staaten auf Kooperation mit grösse- ren Partnern angewiesen, zugleich nutzten sie ihre Eigenstaatlichkeit zum wirtschaftlichen 
Vorteil. 2.Entwicklung bis heute Blicken wir heute zurück auf die Entwicklung seit 1945 und über Europa hinaus, so sehen wir, dass die internationale Akzeptanz für 173 
Der Kleinstaat in der Ära der Weltkriege
        

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