Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
42
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000266743/167/
und wird Steuerfluchtvermögen aus andern Ländern angezogen und von hier aus durch Treuhänder verwaltet. Die nationalsozialistische Bedro- hung brachte indes ab 1938 eine Abwanderung von Gesellschaften, un- ter denen sich viele jüdische befanden. Andererseits führte die in der Schweiz während des Krieges eingeführte Kriegsgewinnsteuer zu einer gewissen Flucht von Vermögen nach Liechtenstein, welches diese Steuer nicht auferlegte. Dies zeigt die Kurve der Gesellschaftsgründungen in Liechtenstein bis 1948 (siehe Grafik). Es war denn auch allein die Eigen - staatlichkeit, welche die nach 1945 immer erfolgreichere Entwicklung dieses spezifischen Bereichs der Volkswirtschaft ermöglichte und bis heute trägt. Im Zweiten Weltkrieg entstanden neben der alten Textilindustrie Ende 1941 neu drei Betriebe der Metallindustrie, gefördert durch die 171 
Der Kleinstaat in der Ära der Weltkriege Kommerzialisierung der Eigenstaatlichkeit: Jährliche Anzahl der Gesellschafts- gründungen in Liechtenstein bis 1948. 
(Grafik aus: Hanspeter Lussy/Rodrigo López, Liechtensteinische Finanzbeziehungen zur Zeit des Nationalsozialismus, Vaduz Zürich 2005, Teilband I, S. 90)
        

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