Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
42
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000266743/166/
der politischen «Säuberung», recht gewalttätig ab.67Das Beispiel Lu- xemburgs zeigt, was auch Liechtenstein, wäre es angeschlossen worden, zu erwarten gehabt 
hätte. V.WIRTSCHAFTLICHÜBERLEBEN Anerkennung der Souveränität reicht für einen Kleinstaat nicht. Er muss auch wirtschaftlich überleben können. Am Beispiel Liechtensteins wird deutlich, welche Schwierigkeiten sich im überblickten Zeitraum boten und wie man sie bewältigte. Im Ersten Weltkrieg erwies sich die enge wirtschaftliche und verwaltungsmässige Anbindung an Österreich-Un- garn als fatal. Liechtenstein erlitt die Bedrängtheit der österreichischen Kriegswirtschaft mit. Die Textilfabriken erhielten keine Rohstoffe mehr und mussten schliessen. Die Inflation der österreichischen Krone riss liechtensteinische Vermögen in den Abgrund. Wie konnte sich Liechtenstein retten? Es löste schon 1919 eilig den Zollvertrag mit Österreich und betrieb energisch die wirtschaftliche An- näherung an die vom Krieg verschonte Schweiz. Liechtenstein wurde über Zoll- und andere Verträge Teil des schweizerischen Wirtschafts- raums. Doch die 1920-er und 1930-er Jahre brachten Liechtenstein zu- nehmende Arbeitslosigkeit. Angesichts der ungenügenden Erholung der einheimischen Industrie suchte man Auswege, siedelte eine Zeitlang eine britische Lotterie an. Man fand alsbald jene Branche, welche heute als «Financial Services» umschrieben wird, nämlich das System der Sitz - gesellschaften. Diese wurden hier – wie in einzelnen Schweizer Kanto- nen – eingetragen, waren aber im Ausland tätig. Insbesondere wurde 170Peter 
Geiger 67Henri Koch-Kent, Jean Hames, Francis Steffen, Hitlertum in Luxemburg 1933– 1944, 2. Aufl., Luxemburg 1972. – Serge Hoffmann, La Résistance dans le Grand- Duché de Luxembourg pendant la Deuxième Guerre Mondiale, Analyse de l’orga- nisation de résistance L.V.L. (Letzeburger Vollekslegio’n), Bettembourg 1976 (Ma- nuskript, 84 Seiten). – Marc Buck, Les jeunes Luxembourgeois «enrolés de force» dans la Wehrmacht (1940–1945), Bruxelles 1969 (Manuskript, 186 Seiten). – Paul Cerf, Longtemps j’aurai mémoire, Documents et témoignages sur les Juifs du Grand-Duché de Luxembourg durant la seconde guerre mondiale, Luxembourg 1974. – Paul Cerf, De l’épuration au Grand-Duché de Luxembourg après la seconde guerre mondiale, Luxembourg 1980. – http://de.wikipedia.org (Artikel Luxemburg im Zweiten Weltkrieg).
        

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