Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/92/
der ungen der Praxis und in welcher Form äussert sich diese Pro - blemlage Ihrer Einschätzung nach in der Landschaft des Alpen - rhein 
tals? Cla Semadeni, Graubünden Es ist tatsächlich so, dass die «Raumentwickler» in ihrer Tagesarbeit über weitgehend unbestrittene Grundsätze verfügen. Nach unserer Erfah - rung bewähren sie sich im «grauen» Alltag eigentlich ausgezeichnet: Sie lassen beispielsweise im konkreten Fall einer Regionalplanung, einer Ortsplanung oder einer Baubewilligung differenzierte und zukunfts - gerichtete Lösungen zu. Die Möglichkeit, Entscheide nach der Wünsch - bar keit räumlicher Ziele auszurichten oder diese räumlichen Interessens - abwägungen zugänglich zu machen – die notabene noch demokratisch legitimiert werden können! – ist eine Qualität, die täglich spürbar ist und die uns die «Raumentwicklung» als etwas Faszinierendes erleben lässt. Unsere neuesten Untersuchungen zeigen, dass die Siedlungsent - wick lung in Graubünden in den letzten Jahren kontrolliert und in aus- balancierter Weise – also nachhaltig – gelenkt werden konnte. Zersied - lung und Versagen der Raumplanung kommen nur beschränkt vor, allenfalls dort, wo die eingeleiteten Gegenmassnahmen noch nicht ge- griffen haben. Im Alpenrheintal sind die Problemstellungen erkannt. Der Wille, die «wichtigen» Fragen anzugehen, ist auf fachtechnischer Ebene da. Die gewählten Projektansätze dazu sind erfolgversprechend. Wünschbar ist, dass sich die Politik auf diese Zusammenarbeit noch bes- ser 
einstellt. Ulrich Strauss, St. Gallen Grundsätzlich hält der Raumentwicklungsbericht der Schweiz 2005 zu Recht fest, was im Bereich der Raumentwicklung noch nicht nachhaltig ist. Gleichzeitig ist aber auch sein grosser Mangel, dass viel zu wenig he- rausgearbeitet wurde, was in den letzten Jahrzehnten erreicht worden ist. Eine der wegleitenden Ideen in den Grundzügen der Raumordnung Schweiz von 1996 bildete das Städtenetz Schweiz mit der Bahn 2000 als Rückgrat. Dieses Ziel wurde meines Erachtens weitgehend erreicht. Die Schweiz ist urban geworden, so urban, dass nun die zweite Stufe er- klommen werden kann: die Metropole Schweiz! Für das Alpenrheintal stellt sich dabei sicher eine zentrale Frage: Wollen wir Teil der Metropole Schweiz sein oder wollen wir ein periurbaner Raum mit vielen kleineren, 92Interviews 
mit den Raumplanungschefs
        

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