Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/82/
anderen Interessen oder sind mit erheblichen Immissionen verbunden. Es bestehen zudem unterschiedliche Anforderungen an Ver fah ren sowie oft divergierende Interessen von Promotoren und öffent licher Hand. Diese Ergebnisse waren Grund genug, sich dieser Fragestellung an- zunehmen und Möglichkeiten für Verbesserungen der Situation zu eva- luieren und zu 
konkretisieren. 2. Die Grundidee: Das Vorgehen und nicht Standorte festlegen! Ansätze zur grenzüberschreitenden Koordination von raumwirksamen Vorhaben gibt es bereits verschiedene. Meist beziehen sich diese auf Ho - heits gebiete mit gleichem Rechtssystem. Ausgenommen sind die Ver - nehmlassungen zu den Richt- oder Landesplanungen. Diese sind aber al- lesamt konsultativer Natur und haben nicht wirklich Einfluss auf die planerischen Entscheide, die sich am eigenen Territorium orientieren. Die Grenzen werden spürbar. Fast unabhängig von einem Lösungsansatz hängt es letztlich von den Akteuren ab, wie gut die Koordination und Zusammenarbeit in der Praxis tatsächlich spielt. Es braucht viel Formalismus, um ein Nicht- Koordinieren-Wollen aufzufangen. Diese Tatsache soll aber nicht davon abhalten, eine Verbesserung der heutigen Situation anzustreben, auch wenn eine Änderung letztlich eher informeller Art ist. Die Grundidee des Änderungsansatzes besteht darin, künftig nicht ein räumliches Konzept mit Standorten für Bauten und Anlagen mit erheb- lichen räumlichen Auswirkungen zu erstellen – wie man dies heute bei her- kömmlichen Standortplanungen macht –, sondern zunächst ein 
Vor gehen für gemeinsames Handeln und Koordinierenfestzulegen. Da bei wird ver- einbart, wie in bestimmten Fällen vorgegangen wird, um auch grenzüber- schreitend eine bestmögliche Abstimmung von Anlagen und Einrich - tungen mit erheblichen Auswirkungen auf Raum und Um welt zu erhalten. Dieser Ansatz für ein «Vorgehenskonzept» besteht aus drei Ele - menten (Abbbildung 
1): a) Informationsplattform Sie dient dem Informationsaustausch unter den Ländern und der Fest - legung des Koordinationsbedarfs. Die Vertreter der Raum planungs fach - 82Joseph 
Sauter und Beat Aliesch
        

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