Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/69/
weiters wichtige Fakten ausserhalb des traditionellen Siedlungsgebietes geschaffen. Es sind dies die Knoten an den Autobahnausfahrten, häufig sind es Einkaufszentren, Shopping malls. Sie besitzen vom Rheinpark in St. Margrethen bis zum Pizolzentrum in Sargans-Mels eine elementare ökonomische Kraft, welche die Kraft der Raumplanung und der Kom - mu nalpolitik übersteigt. Wir haben die Kraft der Automobilität offen- sichtlich unterschätzt. Es bleibt uns heute nichts anderes übrig, als sol- che Zentren zu akzeptieren, nach dem Stadtforscher Sieverts zu versu- chen, sie zu «kultivieren» und städtebaulich zu integrieren. Gesucht sind neue Arbeitsteilungen, neue Gestaltungen mit einem Beitrag zum öf- fentlichen Raum. Notwendig wird ein Blickwinkel, der diese neuen Wir - kungs felder berücksichtigt und weniger das Einzelobjekt im Auge hat. Als kleines, bildliches Beispiel mag die Kreuzung zweier Strassen die- nen, wo sich eine Tankstelle, ein Imbisstand und neuerdings ein Laden integriert hat, der viel längere Öffnungszeiten als alle anderen bietet und deshalb zum sozialen Treffpunkt mutierte. Wer hätte diese Entwicklung zehn Jahre früher vorausgesehen? Das führt mich zu meinen bereits öfters gestellten Fragen zurück, die lauten: – Wie machen wir den besiedelten Raum wieder zu einem Teil der Kul - tur landschaft, ausgestattet mit mehr Lebensqualität? Wie betten wir unsere ausufernden Ortschaften in die Landschaft ein? – Wie schaffen wir es, Bauten nicht nur als unerwünschte Eingriffe, son- dern als bewusst gestaltende Bestandteile zu formen? – Wie schaffen wir es, von einem reinen Bodenverzehr zu einer nach- haltigen Entwicklung zu gelangen? Mit weiterer Landschaftsbeeinträchtigung zerstören wir mit bleibendem Schaden etwas in uns selbst. Diese notwendige Sensibilisierung hat mit Gesellschaft, Bildung und Ausbildung zu tun. Insbesondere ist eine Sen - si bilisierung für die Erhaltung von übergeordneten Freiräumen im Rhein tal nötig. Deren Offenhaltung wird in den kommenden Jahrzehn - ten immer wichtiger.69 
Der Landschaftswandel und die daraus erwachsenden Herausforderungen
        

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