Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/36/
nerhalb des Landschaftsgebildes. Weiter über nehmen sie im Falle der Shoppingzentren oder Freizeiteinrichtungen mittlerweile gewisse Auf - gaben, die an die Stelle der dörflichen Öffentlichkeit treten. Damit wer- den ihnen Aufgabengebiete übertragen, die ein entsprechendes gestalte- risches und städtebauliches Feingefühl in der Situierung und Umsetzung erfordern. – Die 
Siedlungsräumebezeichnen die bandartige Siedlungsrealität, die aufgrund einer durch Mobilität forcierten linearen Siedlungsent wick - lung entlang von Verkehrswegen entstanden ist. In ihr haben sich die einst getrennten Dörfer aufgelöst. Hier gilt es nach Wegen zu suchen, diesen Bändern unter Einbeziehung landschaftlicher Gestaltung ein spe- zifisches Gepräge zu verleihen. Gleichzeitig gibt es wesentliche typolo- gische Komponenten, die entwickelt und optimiert werden müssen. Die Sied lungsdynamik der letzten Jahrzehnte zeichnete sich durch eine Fort - schreibung einer eher dörflichen Bauweise niedriger Dichte aus. Diese Siedlungsstruktur prägt wesentlich die Identität des Alpenrheintals. Die typologische Herausforderung besteht nun darin, diese Strukturen zu- kunftsfähig zu machen. Dies kann über eine angepasste Verdichtung be- stehender Siedlungen oder Verbesserung der Auslastung vorhandener Infrastrukturen geschehen. Weiteres Potential liegt in der Übertragung zusätzlicher Aufgaben auf Siedlungsgebiete. So könnten sie brachliegen- de Restflächen erwerben und dafür kulturell wertvolles Land schonen, anteilsmässig die Aufgabe der Landschaftspflege von der subventionier- ten Landwirtschaft übernehmen oder durch extensive Nutzung der Freiräume grundsätzlich zur Verbesserung der Biodiversität im Land - schafts raum beitragen. – Die 
Mobilitätsräumebezeichnen die zusammenhängenden Raum - struk turen, die die Brennpunkte und Siedlungsräume effizient miteinan- der verknüpfen und die nach einer spezifischen Ausgestaltung verlangen. – Die 
Ergänzungsräumesind gewissermassen die komplementären Räu me zu den Siedlungsräumen. Hier hat sich die Siedlungsdynamik der letzten Jahrzehnte beträchtlich weniger in den Raum eingeschrieben. Diese Realität gilt es zu erhalten und zu stärken, indem die landschaft - lichen und naturräumlichen Qualitäten im Fokus der planerischen An - strengungen liegen. Mittels extensiver Freizeitangebote können diese 36Angelus 
Eisinger und Stefan Kurath
        

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