Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/34/
schäf tigten Zupendler aus den umliegenden Gebieten.11Momentan wach sen die Zupendlerwerte praktisch im Gleichschritt mit dem Be - schäfti gungswachstum, was sich in Form von Strassenbauten, Lärm - schutz vorrichtungen, Leitungslegungen, Verbreiterungen oder Anpas - sun gen manifestiert. Am Verkehrs-Beispiel lässt sich gleichzeitig ein wi- dersprüchlicher Aspekt grenzschreitender Agglomerationen aufzeigen. Während die zuvor erwähnten Unterschiede der einzelnen Länder posi- tive Dynamiken entstehen lassen, verkehrt sich hier die Grenzsituation ins Gegenteil. Dem funktionalen Netz von mannigfaltigen Austausch - beziehungen steht ein heterogener politischer Raum gegenüber, der von kommunalen, kantonalen und nationalen Grenzen «zerschnitten» wird. Problematisch ist dabei, dass politische Entscheide nicht primär mit Blick auf die Gesamtregion getroffen werden, sondern innenpolitische Interessen im Vordergrund stehen. Doppelspurigkeiten oder ungenü- gende grenzüberschreitende Netzanschlüsse sind die Folge. Eine nachhaltige Gestaltung der Zukunft des Wirtschaftsstandorts und Alltagsraums Alpenrheintal lässt sich aber nicht länger mit einer Konzentration auf nationalstaatliche oder innenpolitische Zuständig kei - ten angehen. Die Vielzahl von grenzüberschreitenden Verknüpfungen und Brennpunkten verlangen nach einem gemeinsamen Vorgehen. Arbeitsfelder Wie könnten die planerischen Orientierungspunkte dazu aussehen? Die bisherigen Ausführungen dürften gezeigt haben, dass es nicht darum ge- hen kann, eine akribisch abgezirkelte räumliche Definition des Alpen - rheintals zu entwickeln. Es bedarf stattdessen eines Verständnisses, das von der Notwendigkeit der inneren und äusseren Vernetzungen ausgeht. Dabei fallen im Vergleich mit anderen grenzüberschreitenden Wirt - schafts räumen die Übersichtlichkeit des Alpenrheintals und die Benenn - barkeit wichtiger Akteure auf. Hierin liegt ein wesentliches Kapital für die zukünftige Gestaltung des Gebietes. Nachhaltige Entwicklung muss von den bestehenden Verhältnissen ausgehen und diese weiterentwickeln und verbessern. Folgende Inter - 34Angelus 
Eisinger und Stefan Kurath 11Vgl. Beitrag von Lucia Studer, Seite 120.
        

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