Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/32/
Für das Alpenrheintal weisen die Statistiker zwei solcher interna- tionaler Agglomerationen aus: Buchs-Liechtenstein und Heerbrugg- Dornbirn.8Besonders der Raum Buchs-Liechtenstein zeichnet sich durch eine erhebliche Dynamik aus. Er zählt im schweizerischen Kon - text zu den momentan am stärksten wachsenden Agglomerationsgebie - ten überhaupt. Ein weiterer Blick in die statistischen Daten legt zusätz- liche interessante Fakten frei.9Besonders auffällig ist die starke Zunahme des PKW-Pendlerverkehrs. So wuchs zwischen 1970 und 2000 das Pend - ler volumen um gegen 70 Prozent. Das verweist zunächst einmal auf eine immer stärkere Trennung von Wohn- und Arbeitsort innerhalb der Re - gion und gleichzeitig auf eine Mobilitätskultur, die für das Alpenrheintal bezeichnend ist. Dabei haben insbesondere die kurzen Distanzen bis zu einer Viertelstunde sehr stark zugenommen und der Prozentanteil jener, die das Automobil verwenden, hat sich mehr als verdoppelt. Diese Daten belegen eine über die letzten Jahrzehnte immer intensivere Ver - flechtung mit einer gewissen Ausdifferenzierung einzelner Teilgebiete – zwischen dem eher wohnorientierten Buchs und seiner Umgebung so- wie dem Arbeitsstandort Liechtenstein. Folgt man aktuellen Prognosen, wie jenen des St. Galler Planungsbüros Strittmatter aus dem Jahre 2003, so dürften sich diese Prozesse in den nächsten Jahren in beschleunigter Form 
fortsetzen.10 Eine funktionale Annäherung an das Alpenrheintal Was folgt aus diesen Vernetzungen und Verwebungen für das Alpen - rhein tal? Aufgrund teilweise unvollständiger Daten müssen an dieser Stelle vor allem qualitative Aussagen gemacht werden. Liechtenstein und die umliegenden Gebiete in der Schweiz und in Österreich stellen heute einen dynamischen kleinen Knoten in der europäischen Netzwerköko - no mie dar. Von besonderer Bedeutung ist dabei erstens ein überdurch- schnittlich grosser, stark exportorientierter Industriesektor, der mehr- 32Angelus 
Eisinger und Stefan Kurath 8Vgl. Martin Schuler et. al, Die Raumgliederungen der Schweiz, Neuenburg 2005, S. 158. 9www.pendlerstatistik.admin.ch 10Strittmatter AG, Einwohner und Arbeitsplätze. Grundlagenanalyse und Prognose. St. Gallen, Januar 2003.
        

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