Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/303/
vorbildlich bezeichnet werden (vgl. Beitrag von 
Martin Assmannund Sibylla 
Zech). Einige Schlussgedanken Aus den zahlreichen Beiträgen dieses Buches können abschliessend ein paar Botschaften herausgeschält werden, die von mehreren Autoren und Autorinnen unterstützt werden. Diese lauten wie folgt: – Es braucht den Blick auf den Gesamtraum, um wertvolle Synergien zu entdecken. – Die Grenzen sind in unsere Aufmerksamkeits-Mitte zu nehmen. Die Räume sind vor allem nicht nur in der Linearität zu sehen, sondern auch quer zum Tal, in Raumabschnitten. Die Sicht über die Grenzen er gibt neue Qualitäten für das Tal. – Die Wahrnehmung des Alpenrheintals in seiner bisherigen Länd lich - keit ist an die Realität des Urbanen, mit den Agglomerationen, anzu- passen. Damit ist kreativ umzugehen (vgl. das Postulat der Garten - stadt). – Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass nicht die Raumplanung den Raum gestaltet, sondern die Mobilität. Wer Strassen sät, erntet Ver - kehr. Mobilitätsfragen sind komplex und verlangen nach differenzier- ten Lösungen. – Die laufende Landschaftszerstörung darf nicht blind akzeptiert wer- den. Das Ziel der nachhaltigen Entwicklung des Raumes war immer hehr, es hat aber nicht das nötige Instrumentarium der raumgreifen- den Sicht erhalten. Raumordnung hat auch viel mit Bodenrecht zu tun, ein Thema, das wegen seiner Brisanz gerne ausgeklammert wird. Die Bedeutung der überörtlichen, noch offenen intakten Naturräume in der Talsohle wird mehrfach unterstrichen. Sie sind auch für spätere Generationen offen zu halten. – Es braucht Ideen-Lieferanten für das Tal, in Form von Beiträgen der Wissenschaft und gemeinsamer institutioneller Einrichtungen. Die For schung über die Triebfedern der Kräfte ist zu schwach ausgestal- tet, zu wenig verknüpft, zu wenig innovativ. Wir haben uns mit den Phänomenen der Zwischenräume der Stadt und möglichst intakter Natur und Landschaft wenig beschäftigt. Ebenso wird die Globalisie - 303 
Raumentwicklung im Alpenrheintal – Analysen und Empfehlungen
        

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