Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/297/
nicht glücklicher sein könnten mit weniger Arbeit, es versteht sich von selbst, dass sie fair verteilt sein müsste.» (Matt 2004) Gerade im Lichte des Erhaltungskonzeptes am Alpenrhein zeichnen sich einige Schwerpunkte des nötigen Handelns deutlich ab, falls der politi- sche Wille nicht erlahmt. Dafür müssen Stadt und Umgebung wieder klarere Konturen an- nehmen, wie dies 
Angelus Eisingerund Stefan Kurathfordern. Das Siedlungsgebiet darf demgemäss nicht mehr wachsen. Man könnte sich hier eine Anleihe beim schweizerischen Waldgesetz nehmen, indem bei jeder Rodung im öffentlichen Interesse – sprich Siedlungserweiterung – eine entsprechende Rückzonierung im Nahbereich stattfinden müsste. So würde das Siedlungsgebiet insgesamt nicht vergrössert. Wie muss versucht werden zu einer besseren Balance zu kommen? Innerhalb der Bauzonen sind die Dichten, die sog. Ausnutzungsziffern, im Sinne einer nachhaltigeren Nutzung des Bodens zu überlegen, Dich - te, aber auch Durchmischung begünstigen eine Konzentration sozio- ökonomischer, infrastruktureller wie belebender Faktoren. Sie fördern Wertschöpfungsketten und senken die Infrastrukturkosten. Zugegeben, das Postulat der Innenentwicklung ist meistens schwieriger umzusetzen als Bauen auf der «grünen Wiese». Gerade hier liegt die grosse Heraus - for derung und Innovation. Damit wird die Verringerung der Flächen - inan spruchnahme zu einem vorrangigen Thema. Mit den heutigen gros- sen Bauzonenreserven ist eine weitere Zersiedlung vorprogrammiert. Grössere naturnahe Räume sind vom Siedlungsdruck zu befreien. Komplementär zu einer Erhöhung der Dichten muss der Trend zu im- mer undeutlicheren Trennungen zwischen Siedlung und Nichtsiedlung nicht nur gestoppt, sondern mit der Zeit korrigiert werden. Weitere Lö - sungsansätze führen wohl am ehesten über eine Beurteilung dessen, was die Räume verändert. Es gilt, die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Entscheide, die raumwirksam werden, besser zu verstehen. Es ist offen- sichtlich, dass die Folgen dieser Handlungen auf den Raum in der Aus - wer tung zu wenig bekannt sind. Es fehlt derzeit an illusionsreichen, in- novativen Gedankenspielen. Hier ist auch die Forschung im Bereich der Raumwissenschaften aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten. Auf diesen Punkt soll noch gesondert eingetreten werden. Einmal getroffene Entscheidungen scheinen bei Zonierungen fak- tisch kaum mehr umkehrbar. Zugleich spielen grundlegende Ein stel - 297 
Raumentwicklung im Alpenrheintal – Analysen und Empfehlungen
        

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