Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/271/
Und was sich daraus entwickeln soll Im Sinne einer Konkretisierung werden jetzt noch einige Elemente ge- nannt, welche im Verlauf eines Entwicklungsprozesses im Tal entstehen können, sei es in Form von Umwandlung von schon Bestehendem, sei es als Neugründung. Wichtig ist sicher der Gastronomie- und Hotelsektor. Vorgestellt wird eine Gastronomie, in der qualitativ hoch stehende Angebote in äs- thetisch erfreulicher Umgebung realisiert werden. Es wird insbesondere auf einheimische, gesunde, saisonale und auch ästhetisch attraktive An - gebote Wert gelegt. Auch die Architektur und die Baumaterialien sollen einer nachhaltig konzipierten Gastronomie entsprechen. Ähnliches gilt für die Hotellerie im Tal: Sie soll gastfreundlich, ästhetisch, ökologisch und attraktiv sein. Besonderen Wert wird auf eine an der Idee der Nach - hal tigkeit orientierte ganzheitliche Gestaltung gelegt: Alles soll zusam- menpassen: Umwelt, Energie, Gastfreundschaft, Ästhetik, Gesundheit, Material, Kommunikation. Am Beispiel der Gastronomie bzw. Hotel le - rie soll dargestellt werden, wie sich die Vision langsam aber stetig ver- wirklichen lässt. Ausgangspunkt ist hier, wie auch in anderen Bereichen, der status quo. Im Tal gibt es Gasthäuser, Restaurants und Hotels. Nun wird es darauf ankommen, die Betreiber dieser Häuser von der Grund - idee zu begeistern und zu überzeugen. Deren Engagement muss aber auch attraktiv gemacht werden, z.B. durch die Aussicht auf neue Kun - den segmente. Eine Vermarktungs- und PR-Gesellschaft könnte hier hilf reich sein. Eine weitere Konkretisierung lässt sich am Beispiel der Land wirt - schaft darstellen. Auch hier ist der Ausgangspunkt der status quo. Ebenso steht am Anfang die Frage nach der Zukunft der Landwirtschaft überhaupt. Von den Grundsätzen der hier vertretenen Vision her ist nur eine ökologisch verträgliche, biologische Landwirtschaft denkbar. Dies gesagt, muss aber ein Zweites folgen: Diese ökologisch-biologische Landwirtschaft muss ökonomisch erfolgreich gestaltet werden im Zeit - alter der Globalisierung, d.h. im Zeitalter des Abbaus staatlicher Unter - stüt zung und im Zeitalter eines unerbittlichen Wettbewerbs, d.h. im Zeitalter des Marktes. Aber nun besteht die Herausforderung eben gera- de darin, in einem Tal eine Landwirtschaft zur Blüte zu bringen, welche gleichzeitig den ökologischen wie den marktwirtschaftlichen Anfor de - rungen entspricht. Dieses Unternehmen kann dann gelingen, wenn sich 271 
Das Alpenrheintal – eine Vision zum Anfassen
        

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