Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/26/
Minimalkonsens für weitere Schritte gesucht Um sich in der Konkurrenz der Agglomerationen positionieren zu kön- nen, ist es notwendig, gestützt auf die eigenen Stärken und Ent wick - lungs potenziale einen Minimalkonsens über die künftige Entwicklung und Funktion des gemeinsamen Raums zu erarbeiten. Folgende Ziele stehen im Vordergrund: – Das Alpenrheintal vom Bodensee bis nach Reichenau (Grau bün den) wird über die Landesgrenzen hinaus als gemeinsame Agglo me ration anerkannt und das Bewusstsein dafür und die Identifi ka tion mit die- sem Raum gefördert. – Die urbane Landschaft Alpenrheintal muss sich in ihrer Differen ziert - heit und in ihren verschiedenen Identitäten als Ganzes weiterentwi- ckeln. Die Potenziale sollen vernetzt werden, um die Agglo me ration zu stärken, sodass sie im europäischen Kontext mithalten können. Aus dem Fragmentbrei von Grenz- und Randregionen soll eine Kette von Stadtlandschaften und ökonomischen Kraft linien hervorwachsen. Stadtlandschaft wird dabei nicht als Stadt im traditionellen Sinne ver- standen, sondern bestehend aus Gegen sät zen, Mischungen, Rändern, Grenzen, Kontrasten und Überlagerungen, kurz: Patchwork – nicht Stadt baukunst. – Die Lebensqualität und Entwicklungschancen der Menschen sind im Alpenrheintal zu erhöhen, wobei der haushälterische Umgang mit Boden eine Voraussetzung darstellt. – Die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs ist zu verbessern, was eine Siedlungsentwicklung nach innen zum Muss macht. – Die noch freien Landschaften sind als ökologische Ausgleichs flä chen, Regenerationsräume und Lebensräume für Tiere und Pflan zen in das Verständnis von Stadtlandschaft einzubeziehen. – Gemeinsame Planungsziele und -strategien der Raumordnungs- und Umweltpolitik sind zu entwickeln. Mit dieser groben Problemanalyse kann aufgezeigt werden, dass im be- trachteten Raum verschiedene Projekte und Probleme anstehen, die län- derübergreifende Auswirkungen haben und aus fachlicher Sicht gemein- sam gelöst werden müssten. Hierfür ist ein verstärktes Bewusstsein für das Alpenrheintal als europäische Agglomeration und eine Identifika - tion notwendig. 26Mario 
F. Broggi
        

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