Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/214/
kommen über den Schutz des Bodensees gegen Verun rei ni gungen» trat 1961 in Kraft und bildet die Basis für alle Arbeiten der Kom mission. Erste Meilensteine waren 1967 die Richtlinien zur Reinhaltung des Bo - den sees und ein gemeinsames Bau- und Investitionsprogramm zur Er - stel lung der Kana lisationen und Abwasserreinigungsanlagen. Seit Bestehen der Kommission haben die Länder und Kantone im gesamten Einzugsgebiet rund 6 Mia. Franken in die Abwassersanierung investiert. Ab Mitte der 1980-er Jahre zeigten sich erste Erfolge. Vor al- lem der Phosphorgehalt wurde massgeblich verringert. Heute wird das Problem der Nährstoffeinträge dank flächendeckender Abwasserreini - gung weitestgehend beherrscht und der See kann wieder «atmen». Das Hauptziel im Kampf gegen die Überdüngung wurde damit erreicht. Es kamen flankierende Massnahmen hinzu, wie die Ent sor gung fester Ab fallstoffe, die sichere Lagerung wassergefährdender Stoffe oder die Schiff fahrtsvorschriften auf dem Bodensee. Der Bo den see ist Trinkwas - ser lieferant für über 4 Mio. Menschen, erfüllt aber auch wichtige Funk - tionen als Ökosystem und als Kultur-, Lebens-, und Erholungsraum. Diese wurden wieder stark verbessert. Parallel dazu ist auch die Gewäs - ser güte der Seezuflüsse deutlich verbessert worden. Alle technischen Massnahmen zur Nähr- und Schadstoff elimi na - tion wirken jedoch nie vollständig. Restbelastungen sind unvermeidlich. Um das Erreichte weiter zu verbessern und zu stabilisieren, ist deshalb in den verschiedenen Talschaften wie dem Alpenrheintal sowie im ge- samten Seeeinzugsgebiet eine vorsorgliche Entwicklungs- und Sied - lungs politik dringend erforderlich. Die Bevölkerung und die Wirtschaft und damit der Flächenverbrauch wachsen nach wie vor zu stark. Allein im Zeitraum von 1950 bis 1990 hat die Bevölkerung im Einzugsgebiet des Bodensees beispielsweise um 50 Prozent 
zugenommen. Internationale Kooperation und Aktion für den Alpenrhein In den 1980-er Jahren wurde am Alpenrhein eine Kraftwerkskette mit fünf Stufen geplant. Das Projekt auf der Grenzstrecke Schweiz-Liech - tenstein wurde 1991 einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unter- zogen. Dabei wurden die möglichen Auswirkungen flussauf- und fluss- abwärts der Projektstrecke untersucht und schwerwiegende Gefährdun - gen in den Bereichen Grundwasser, Gewässer- und Fischökologie sowie 214Theo Kindle
        

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