Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/20/
im mittleren und oberen Alpenrheintal die Kleinstädte und Dörfer noch eher als eigenständige Siedlungseinheiten erhalten. Im unteren Alpen - rhein tal ist in der Summe der Gemeinden ein städtischer Raum entstan- den – die «Rheintalstadt». Mit rund 300000 Einwohnern besteht hier ein starkes Agglomerationspotenzial. Die Siedlungsflächen Das Raumplanungsgesetz des Landes Vorarlberg und das eidgenössische Raum planungsgesetz bestimmen, dass nur soviel Bauzonen resp. Bau - flächen ausgeschieden werden, wie voraussichtlich innert 15 Jahren be- nötigt und erschlossen werden können. In der Schweiz sind die Bau - zonen kapazitäten dieser Bestimmung angepasst worden, hingehen nicht in Vorarlberg, wo die Kapazität zu einer Verdoppelung der Einwohner und Arbeitsplätze ausreicht. In Liechtenstein gibt es kein eigenständiges Raumplanungsgesetz, doch sind auch hier Bauzonen für 70000 bis 100000 Einwohner ausgeschieden. Das grosszügig ausgeschiedene Bau - land lässt die Zersiedlungs pro ble matik innerhalb der Bauzonen weiter- hin zu. Boden wird gehortet. Und Verdichtungen erfolgen nur punktu- ell und wenig gelenkt. Die Folge davon sind hohe Investitions-, Be - triebs- und Erneuerungskosten der öffentlichen Infrastruktur. Daneben nehmen auch die Pendlerströme und der motorisierte Indi vi 
dualverkehr Thesen zu den Siedlungsflächen –Die Siedlungsstrukturen sind im Wesentlichen vorgegeben und insgesamt nicht mehr zu verändern. –Die Planung ist auf qualitative Verbesserungen der Siedlungs - räume, deren Durchgrünung Gestaltung der Aussenräume, der Baugestaltung und der Verkehrserschliessung zu konzentrieren. –Es ist eine Entwicklung hin zu Stadträumen mit der entspre- chenden Zentrenbildung und differenzierten Verdichtungen an- zustreben. –Die Bauflächen sind zu gross und bedürfen einer Anpassung an die tatsächlich zu erwartende Entwicklung, um der weiteren Zer siedelung entgegenzuwirken. 20Mario 
F. Broggi
        

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