Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/192/
– Welche vorhandenen Einrichtungen (z.B. Hochschulen, kulturelle Ein richtungen, Krankenhäuser etc.) sind als Anknüpfungspunkte für Urbanisierungen geeignet? – Wo sind Nachverdichtungen, Siedlungserweiterungen und gegebe- nenfalls auch Siedlungsneugründungen unter dem Gesichtspunkt des Orts- und Landschaftsbildes wünschenswert bzw. vertretbar? – Welche Bereiche sollen von einer Bebauung freigehalten werden? Diese Kriterien stellen jedoch nur eine erste, unvollständige Annäherung an das komplexe Thema dar. Eine vertiefte Beschäftigung setzt neben der Analyse und der Bewertung auch die Anwendung des Entwurfs als krea- tiver Methode voraus. Mit seiner Hilfe kann das Konzept der «Dif fe - renzierten Siedlungsstruktur», welches bislang nur als hypothetische Zu kunftsbeschreibung existiert, auf Konsistenz überprüft und anschlies- send weiter entwickelt 
werden. Wie könnte die disperse Siedlungsstruktur qualifiziert werden? Trotz aller skizzierten problematischen Erscheinungen der dispersen Sied lungsstruktur birgt diese ebenso Qualitäten, die auf den zweiten Blick sichtbar werden. Betrachtet man das Alpenrheintal auf übergeord- neter Massstabsebene, lassen sich innerhalb bestehender disperser Sied - lungssplitter dichtere Ensembles und Fragmente finden, die sich durch eine Vielfalt an sich überlagernden Funktionen und Strukturen im Aus - sen raum wie im Innenraum auszeichnen. Seitens städtebaulicher und landschaftsarchitektonischer Frage - stellung1scheint es im übergeordneten Massstab wesentlich, bauliche so- wie landschaftliche Strukturen und funktionale Überlagerungen zu be- nennen, die für gegenwärtige und künftige Entwicklungen prägend – also charakteristisch sind und Ansatzpunkte für eine nachhaltige, diffe- renzierte Siedlungsstrukur bilden. Hier sind zuerst  topographische und morphologische Rahmen be - din gungen zu nennen, die Möglichkeit und Grenzen der Siedlungs tätig - keit bilden. Hinzu kommen regionstypische biotische Strukturen wie Al leen, bachbegleitende Vegetationssäume, Wälder, Obstwiesen und 192Hans-Henning 
von Winning, Hans-Martin Neumann, Catarina Proidl 1Wobei hier Siedlungsraum und Landschaft als verwobene Einheit auf allen Mass - stabsebenen betrachtet werden.
        

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