Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/158/
– In der vierten Stossrichtung schliesslich wird die Notwendigkeit einer besseren Einbindung der Schweiz in Europa, z.B. beim Hochge - schwin digkeits-Eisenbahnnetz, dargelegt. Zwischen der Problemsicht in den «Grundzügen» und im EUREK (und damit auch in den CEMAT-Leitlinien) besteht über weite Strecken Deckungs gleichheit. Dasselbe trifft auch auf die Handlungsansätze und Strategien zu (Wachter 1998). Die «Grundzüge» ordnen folgende Orte des Alpenrheintales gewissen Städtetypen bzw. -hier ar chie stufen zu: Chur den mittelstädtischen Agglomerationen von regionaler Bedeutung, Buchs den Regionalzentren sowie Feldkirch und Bregenz – ohne An ga - be zur Hierarchiestufe – den ausländischen Zentren. Wegen der Grob - maschigkeit der Aussagen und der ausschliesslichen Verbindlich keit für den Bund bieten die «Grundzüge» für das Alpenrheintal zwar An satz - punkte, aber keine hinreichend räumlich-präzisen Vorgaben für die Raum entwicklungspolitik. 2.2 Raumentwicklungsbericht 2005 Im Hinblick auf eine geplante Erneuerung der «Grundzüge der Raum - ord nung Schweiz» veröffentlichte das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) im Jahr 2005 den Raumentwicklungsbericht 2005. Dieser und im Besonderen das darin vorgeschlagene «Raumkonzept Schweiz» sollten eine breite öffentliche Debatte auslösen. Das «Raumkonzept Schweiz» geht von einer polyzentrischen Schweiz aus, die mehrere Netze von Orten unterschiedlicher Grösse umfasst, zwischen denen offene Land - schafts- und Naturräume liegen. Die «Siedlungsentwicklung nach in- nen» soll die Zersiedlung, die ansonsten die Metropolen Zürich, Basel und Bern zusammenwachsen liesse, verhindern. Überblicksartig kann das Raumkonzept wie folgt zusammenge- fasst werden (siehe auch Abb. 2): – Verbindung zum Ausland: Mit geeigneten Massnahmen zur Stärkung der grossen Metropolen als Teile des europäischen Städtenetzes ist die Einbindung der Schweiz in Europa auch künftig zu gewährleisten. – Netz der Metropolen: Die urbane Schweiz wird durch die Metropolen Zürich, Genf-Lausanne, Basel, Bern und Tessin dominiert. Jede Me - tro pole ist polyzentrisch, besteht also aus verschiedenen Kernstädten. 158Daniel Wachter
        

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