Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/155/
die die Diskussion zur europäischen Raumentwicklung beherrschen, wurden bereits in der Charta von Torremolinos niedergelegt: – Ausgewogene sozioökonomische Entwicklung der Regionen, – Verbesserung der Lebensqualität, – Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen und Schutz der Umwelt, – Sparsamer Flächenverbrauch. Das wichtigste Dokument aus den letzten Jahren stellen die anlässlich der 12. CEMAT im Jahr 2000 in Hannover beschlossenen «Leitlinien für eine nachhaltige räumliche Entwicklung auf dem europäischen Kon ti - nent» (CEMAT-Leitlinien) dar. Inhaltlich lehnen sie sich sehr stark an das ein Jahr zuvor beschlossene EUREK an. Dies wird an den zehn Grund sätzen der Leitlinien deutlich: – Förderung des territorialen Zusammenhaltes durch eine ausgewoge- nere sozioökonomische Entwicklung der Regionen und Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit, – Nutzung von Entwicklungsimpulsen, die von städtischen Funktionen und einer besseren Stadt-Land-Partnerschaft ausgehen, – Schaffung ausgewogener Erreichbarkeitsbedingungen, – Entwicklung des Zugangs zu Information und Wissen, – Verringerung von Umweltschäden, – Verbesserung und Schutz natürlicher Ressourcen und des Naturerbes, – Aufwertung des kulturellen Erbes als Entwicklungsfaktor, – Entwicklung von Energieressourcen und Gewährleistung der Sicher - heit im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomenergie, – Förderung eines qualitativen und nachhaltigen Tourismus, – Verringerung der Auswirkungen von Naturkatastrophen. Den nationalen und regionalen Behörden wird empfohlen, die Leitlinien als eine Grundlage für nationale Raumplanungs- und -entwicklungs- massnahmen zu nutzen. Insgesamt sind die Leitlinien von dem Bemühen geprägt, den ein Jahr zuvor im EUREK erreichten Fortschritt in Fragen der europäischen Raumentwicklung auf ganz Europa zu übertragen. Sowohl EUREK als auch CEMAT-Leitlinien weisen einen relativ hohen Abstraktionsgrad auf und vermitteln keine räumlich-präzisen Vorgaben, die durch einen Teilraum wie das Alpenrheintal direkt übernommen werden könnten. 155 
Übergeordnete Vorgaben und Vorstellungen zum Raummuster
        

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