Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
41
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000263362/116/
in die Mitte zu rücken. Damit wird ihre Bedeutung thematisiert, und dann gibt es auch in der Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg aus- reichend Schnittstellen und Gesprächsthemen. Verschiedene Vor haben – gerade im Abschnitt Liechtenstein-Werdenberg, wo das Tal noch schma- ler ist – würden sinnvollerweise grenzüberschreitend gelöst. Eine beson- dere Form der Aufmerksamkeit erfordern auch die an den Gren zen auf- einander treffenden kulturellen Unterschiede und Befind lich keiten. Damit beginnen hier auch die Abwehrreflexe, z.B. in Geld fragen. Diese müssen überwunden werden. Natürlich muss man im Rhein tal nicht bei Null beginnen. Es bestehen erfreuliche Ansätze. Mit der rheintalischen Grenzgemeinschaft, dem Verein Liechtenstein-Werdenberg oder der Bo ta nisch-Zoologischen Gesellschaft Liechten stein-Sargans-Werden - berg bestehen Institutionen, die sich um die Grenz überschreitung be- mühen. Mit dem Projekt «BeWegung – Begeg nung» haben sich sechs Städte und Gemeinden auf den Weg gemacht, ihre Zusammenarbeit zu stärken. Aber bei all diesen positiven Ansätzen spielen die räumlichen Entscheidungen noch kaum eine Rolle; hier sollte dringend noch nach- gebessert werden. Den Grenzen Raum geben Man gibt den Grenzen wieder Raum. Die Grenzlinien in unserer Land - schaft werden zu Grenzflächen. Dies erlaubt es den Grenzen, ihre land- schaftsästhetischen und landschaftsökologischen Funktionen wieder besser wahrzunehmen. Damit leisten sie auch einen Beitrag an die Erho - lungslandschaft für den Menschen. Angesprochen sind grundsätzlich alle räumlichen Grenzen, doch heftet sich die Vorstellung in erster Linie an die Gewässer, sowie an die Wald-, Siedlungs- und weiteren Nut - zungs ränder. So gesehen ist das Entwicklungskonzept Alpenrhein mit seinen Vorstellungen zur Wiederbelebung des Flusses auch ausserhalb der Hochwassersicherheit oder der Ökologie von zentraler Bedeu tung für das Alpenrheintal. Aus Sicht der Grenzkultur ist es wichtig, dass die- ses Planungswerk möglichst rasch in die Landschaft umgesetzt wird. 116Heiner 
Schlegel
        

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