Der Spiegel ist eine der wenigen Zeitschriften in deutscher Sprache, die ich 
hier lese, nicht zuletzt wegen Ihres kristallklaren Stiles.»*? Ein anderer Bezie- 
her in New York begrüsste die Umstellung auf monatliches Erscheinen des 
Spiegels ab 1940 mit den Worten: «Es ist zwar sehr schade, dass unter den 
gegebenen Befórderungsverháltnissen die Ausgabe mindestens drei Wochen 
spáter eintrifft, als sie ausgegeben wird. Aber es ist dann doch angenehmer, 
einen gesammelten Überblick zu erhalten.»® 
Gesunder Sarkasmus 
Der Leserschaft gefielen die treffenden und humorvollen Formulierungen 
im Spiegel, was auch aus folgenden Brief-Zitaten hervorgeht: «Als einer 
Ihrer ersten Leser und als ein Bewunderer Ihrer ungetrübten Kritik (Ihre 
satirisch geistreiche Art mit einbegriffen!) ... möchte ich auf Ihre Ausfüh- 
rungen zurückkommen.»?" Aus einer Zuschrift aus Genf: «Ich las mit In- 
teresse die Septembernummer des Spegels, welche in der heutigen humor- 
losen Zeit die allzu nüchterne Form glücklicherweise vermeidet»?' Ein 
anderer Schweizer Leser schrieb: «Ferner gestatte ich mir, Ihnen meinen 
aufrichtigen Dank auszusprechen für die im Spzege/enthaltenen Richtlinien. 
Die Offenheit und der gesunde Sarkasmus gefallen mir so ausgezeichnet, 
dass ich den Nebelspalter gar nicht mehr brauche.» 
Zweck der Kapitalanlage 
Bei der Beantwortung von Leserbriefen betonte Zickert immer wieder, ein 
Hauptkriterium sei, «welchen Zweck man mit einer Anlage erreichen will, und 
dann kann man diesen Zweck bei der einen oder anderen Anlage wahrschein- 
licher erreichen als bei einer anderen.»?? 
Nach seiner Auffassung kann es für eine Kapitalanlage drei Gründe geben: 
1. Die Erhaltung des nominellen Kapitals. Diese erreicht man am 
sichersten durch Barguthaben, kurzfristige Anleihen usw. 
2. Die Sicherstellung einer guten Rendite des Kapitals. Als Vorausset- 
zung dafür muss «die Rendite nach einem lángeren Jahresdurchschnitt 
hoch genug bzw. der Kurs demgegenüber niedrig genug sein, um 
wirklich eine angemessene Rendite zu bieten.» 
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