Herausgeber:
Liechtensteinische Wochenzeitung 1873-1877
Bandzählung:
1877
Erscheinungsjahr:
1877
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000259759_1877/97/
Liechtensteinische 
Fünfter JaHrgang 
, Freitag 
Nr. 26. 
den 22. Juni 1877. 
Die liechtensteinische Wochenzeityng erscheint jeden Freitag. Sie tostet für das Inland ganzjährig ? fl., halbjährig 1 fi. sam> 
Postverscndung unv Zustellung in's HauS. Mit Postversendung für Oesterreich ganzjährig 2 fl. 50 fr., halbjährig 1 fl. 25 fr.; für d 
adrige Ausland ganzjährig? fl., halbjährig k st. 10 kr. ohne Postversendung — Man atonnirt für da< In. und Ausland teid 
samwt 
das 
der 
Redaktion in Vaduz oder bei den betreffenden Postämtern. — Einrückungsgebühr für die zgespaltene Zeile s fr — Briefe und Gelder 
«erden franco erbeten an die Redaktion in Vayuz. 
AbonnementS-Ginladnng. 
Da mit Schluß dieses Monats die halb- 
jährigen Abonnements auf die „Liechtenst. Wo- 
chenzeitung" zu End^ gehen, ersuchen wir die 
neuen Bestellungen rechtzeitig bei den betreffen- 
den Briefboten» anzumelden. Zugleich bitten 
wir wiederholt um eine baldige Entrichtung 
der noch rückständigen Wonnementsgelder. 
V Die Redaktion. 
Anzeige. 
Der Gefertigte macht dem P. T. Publikum von Liechten- 
stein und Umgebung, die Anzeige, daß mit Bewilligung der 
Obervormundschaft die von meinem Mündel Wilhelm Fehr 
zur Mühle in Schaanwald bisher geführte Schank< 
wirthfchaft mit heutigem eingestellt d. h. biS auf Weiteres 
aufgehoben wird. — Für das dieser Wirthschaft geschenkte 
Zutrauen bestens dankend zeichnet achtungsvoll 
I. Wanger, Vormund. 
Schaanwald, den 30. Juni 1877 
Vaterländisches. 
Vaduz, den 19 Zum. Bei der andauernden Trockenheit 
leiden besonders die dieses Frühjahr gesetzten Bäume, und eS 
handeln deshalb die Besitzer solcher Bäume in ihrem eigenen 
Interesse, wenn sie dieselben fleißig und tüchtig begießen, 
sonst werd-n manche derselben. besonders auf trockenem Stand- 
ort, sicher zu Grunde gehen. II 
ttabX}, den 20 Juni. Letzten Sonntag produzirten sich 
auf dem Schlosse von Vaduz der gemischte Chor und der 
Männergesangverein von Vaduz, sowie der Männerchor und 
die Blechmusik von Schaan. Die Bortrüge wechselten in an- 
genehmer Reihenfolge mit heiterem und ernsterem Inhalte und 
wurden durchgängig recht gut ausgeführt, so daß der Nach- 
mittag für die zahlreich anwesenden Zuhörer in sehr ange- 
nehmer und unterhaltender Weise vorüberging. Die erste ge- 
meinschaflttche Leistung der GefangS- und Mujlkkräfte von 
Schaan und Vaduz hätte somit die Probe glucklich bestanden 
und berechtigt vollkommen zu dem Wunsche, daß der ersten 
bald eine zweite folgen werde. Wir erlauben uns dieses Ver 
langen im UnterhaltungSinteresse aller Freunde des OesangS 
und zur Anregung der GesangeSpflege unter den Sängern 
selbst auf das Wärmste zu befürworten. 
Bab«z, t9. Juni. (Auswanderung.) Wie die »N. 
Z Ztg." mittheilt, wird neuestenS von Seite deS schweiz Ge. 
neralkonsulatS in London wiederholt und in eindringlicher Weise 
vor der Auswanderung ohne ganz bestimmtes Reiseziel ge- 
warnt. Die Warnung gilt namentlich denjenigen Personen, 
welche im Vertrauen auf die von den australischen Kolonien 
gewährten Erleichterungen für die Einwanderuna ohne sichernde 
Borkehrung und ohne sonstige HükfSmittel die Reise nach Eng- 
land wagen im Glauben, die freie oder doch theilweise unent- 
gütliche Uebersahrt nach den gedachten Kolonien zu finden. 
Dieselben sehen sich nur zu oft in ihren Erwartungen getäuscht 
sind dann in der Regel der größten HülfStosigkeit preis- 
gegeben Solche Leute, welche glaubten, der Anweisungen der 
schweiz. Unteragenten, die sich mit der Auswanderung nach 
den australischen Kolonien befassen, entrathe,. zu können, wer* 
den dann, in -London angekommen , einfach abgewiesen. Das 
Generalkonsulat macht darauf aufmerksam, daß überhaupt nur 
Leute von gewissen Berussarten, Landarbeiter. Taglvhner, Bau- 
Handwerker, Dienstmädchen, zur ganz oder theilweise unent- 
geltlichen Uebersahrt angenommen werden. tzS sei aber vor 
Allem auS nothwendig, sich an die Anweisungen der schweiz. 
Unteragenten zu halten. Diese haben ihrerseits dem Haupte 
agenten in London die nöthigen Vorschläge zu machen, von 
welchen hinwieder die Annahme oder Abweisung der angemel- 
deten Personen abhängt 
Ausland. 
AuS Deutschland kommt die Nachricht vor« dem am 
13. Juni erfolgten Ableben deS GroßberzogS Ludwig III. von 
Hessen Darmstadt. Sein Neffe und Nachfolger hat bereits 
folgende Proklamation erlassen : 
„Ludwig IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen 
und bei Rhein u u Nachdem es dem Allmächtigen gefallen 
hat Unseres vielgeliebten und hochverehrten Hrn. OheimS, 
deS GroßberzogS Ludwig III. von Hessen und bei Rhein k, 
kgl. Hoheit, zum größten Schmerze seines HaufeS wie seiner 
gesammten Unterthanen am Heutigen aus dieser Zeitlichkeit 
abzurufen, haben Wir die Regierung beS Großherzogthums, 
welche UnS vermöge der in Unserm großherzoglichen Hause 
geltenden Erbfolge-Ordnung als nächstem Stammfolger nach 
dem Rechte der Erstgeburt und Linealfelge angefallen ist, 
angetreten u. s. w. 
In Frankreich find nach ^wöchiger Vertagung die 
Kammern wieder eröffnet worden. Im Senat verlas der 
Ministerpräsident Herzog v. Broglie die Botschaft Mac Mahons. 
*
        

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