Herausgeber:
Liechtensteinische Wochenzeitung 1873-1877
Bandzählung:
1876
Erscheinungsjahr:
1876
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000259759_1876/177/
Vaduz, Freitag 
Liechtensteinische 
Vierter Jahrgang. 
Nr. 45. 
den 10. November 1876 
Die liechtensteinische Wochenzeitung erscheint jeden Freitag. Sie kostet für das Inland ganzjährig 2 fl., halbjährig l fl, fam«t 
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Redaktion in Vaduz oder bei den betreffenden Postämtern. — EinrückungSgebühr für die zgespaltene Zeile S kr. —Briefe und Geldes 
«erden franco erbeten an die Redaktion in Vaduz. 
Vaterländisches. 
Vadnz, den 8. Nov. (Die land Wirthschaftliche 
BiehauSstellung.) Die von der fürftl. Regierung auf 
den 7. dS. MtS. angeordnete Thierschau in Vaduz, muß nach 
dem allgemeinen Urtheile als recht befriedigend bezeichnet wer- 
den, sowohl waS die Zahl der vorgeführten Stücke, als auch 
was die Qualität derselben anbelangt. Denn e? fandtt» sich 
unter sämmtlichen aufgestellten Thiergattungen eine orMtliche 
Anzahl sehr schöner Exemplare. Preise erhielten für trächtige 
oder mit Füllen versehene Pferdestuten: 
1. Bargetzi ^aver in Triefen 18 fl 
2. Pfeiffer Johann in Eschen 15 fl. 
3. Kieber Frz. Jos. in Mauren 12 fl. 
4. Näscher Sebastian in Gamperin 10 fl 
5. Senti Josef in Mauren 8 fl. 
Für jüngere Pferde: 
1. Wolsinger M. Anna in BalzerS 12 fl. 
2. Heed Frz. Josef in Schaan 9 fl. 
3. Wächter Johann in Schaan 8 fl. 
4. Röckle Frz. Jos. in Mühleholz 7 fl. 
Für Kühe: 
1. Firma Enderlin und Jenny in Triefen 15 fl. 
2. Wolsinger Franz in BalzerS 12 fl. 
3 Hilti Johann in Schaan 10 fl. 
4. Gaßner Josef in Triesenberg 10 fl. 
Für Rinder: 
1. Theodor Rheinberger in Vaduz 11 fl. 
2. Seger Joses in Vaduz 10 fl. 
3. Amann Anton in Vaduz 8 fl 
4. Näscher Sebastian in Gamperin 5 fl. 
5 Regele Andreas in Triesenberg 4 fl. 
6. Marxer Johann in Eschen 4 fl. 
7. Kind Franz Josef in Bendern 4 fl. 
Für Zuchtstiere: 
1. Jehli Jakob in Schaan 15 fl. 
2. Gemeinde Triesenberg 10 fl. 
3. „ „ 10 fl. 
und überdies wurde der Gemeinde Triesenberg für Beischaffung 
ausgezeichneter Zuchtstiere ein UnterstützungSbeitrag von 20 fl. 
zuerkannt. 
Für Borstenvieh und zwar für Eber: 
1. Frick Karl in BalzerS 8 fl. 
2. Rheinberger Alois in Vaduz 7 fl. 
3. Hoop Frz. Josef in Ruggell 6 fl. 
4. Wenawefer Simon in Schaan 4 fl. 
Für Mutterschwein e: 
1. Seger Barbara in Vaduz 8 fl. 
2. Nigg Johann in Mayerhof 6 fl. 
3. Kaufmann Karl in Schaan 5 fl. 
4. Wanger Christof in Schaan 4 fl. 
5. Wille Joh. Georg in BalzerS 4 fl. 
6. Wächter Frz. Josef in Vaduz 4 fl. 
7 Sele Andreas in Triesenberg 4 fl. 
Baduz, 8. Nov. Die gestrige Vieh- und PferdeauSstel- 
lung ist unstreitig als eine der besten feit vielen Jahren zu 
bezeichnen. Trotz der schlechten Witterung sind alle Abtheilun- 
gen der Ausstellung nicht nur zahlreich sondern auch mit 
guter Waare besetzt worden. Die Idee die bisher in Ren- 
deln übliche separate PferdeauSstellung mit der BiehauSstevunA 
in Vaduz zu verbinden ist jedenfalls als eine glückliche zu W 
zeichnen. 
Besondere Hervorhebung verdienen die Bestrebungen ttn* 
zelner Gemeinden, durch Anschaffung schöner Zuchtstiere M 
Viehraye zu veredeln. In dieser Beziehung ist den Gemeinden' 
Schaan, Triesenberg und BalzerS alleS Lob zu spenden, wD- 
rend auffallender Weise Vaduz, welches bisher in der Hered< 
lung seines ViehstandeS Erhebliches geleistet hat, mit weniger 
als mittelmäßigen Zuchtstieren aufgefahren ist. ^ 
Um die heutige AuSftellungskritik vollständig zu machen 
möchten wir zum Schlüsse noch einige wesentliche Punkte, ble- 
zur Hebung deS AuSstellungSeiferS jedenfalls sehr beitragen 
würden, in Anregung bringen. Der erste Punkt betrifft die 
bisher für die Ausstellung ausgesetzten Preise. Dieselben find 
in Ansehung der in andern benachbarten Gegenden üblichen 
nicht nur zu klein bemessen sondern auch zu wenig zahlreich. 
Eine Verdoppelung derselben würde unserer LandeSkassa kein' 
zu großes Opfer auferlegen. Der zweite Punkt bezieht sich 
auf die AbhaltungSform unserer Ausstellungen. Nach dem 
Urtheile Vieler ist dieselbe etwaS zu trocken d. h zu wenig fest- 
.lich. Wir möchten in dieser Beziehung die Art und Weise, 
wie m.sere benachbarten Schweizer solche Ausstellungen abzu- 
halten pflegen, zur Beherzigung und Nachahmung empfehlen. 
Der Viehmarkt selbst, welcher mit der Ausstellung verbun- 
den war, wurde zahlreich befahren. Verkauft wurden circa 
50 Stücke zu mäßig hohen Preisen. Nach diesem Resultate 
und dem der jüngsten Schweizermärkte zu schließen, scheint dem- 
nach der Viehhandel etwas lebhafter zu werden. 
Ausland. 
Auf dem Kriegsschauplatze ist eS endlich zu einer 
entschiedenen Wendung gekommen. Während die Türkei und 
Rußland über den Abschluß eineS Waffenstillstandes verhäng 
delten errangen die türkischen Truppen bei Alexinatz nnd Deli-. 
grad entscheidende Erfolge, indem sie alle von den Serben und 
Russen als uneinnehmbar bezeichneten Stellungen und die Ar-
        

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