Herausgeber:
Liechtensteinische Wochenzeitung 1873-1877
Bandzählung:
1875
Erscheinungsjahr:
1875
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000259759_1875/198/
* 
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folg««de» uns von befr,un»eler Hand zugegangkne« Wein- 
«rnien V«rzeiÄ>»>ß Inlercsse di«len. 
Bon 4 Slück in Bävuz gelegenen Weinbergen, welch» 
Mammen zirka 1000 □£la[t«t enihalle», wurden folgende 
Kexungen erzielt! 
Im Jahre ,80V 323 Biertl 
1801 133 
1802 209 
1803 92 
18'»4 145 
1805 66 
I8»v 93 
18«7 233 
1808 132 
1809 11 
1810 124 
18 11 19 
1812 174 
18*3 1? 
18 J4 9 
18 15 19 
18»« 8 
18 17 43 
1818 lo9 
1819 9? 
1820 
182 l 
1822 
1823 
1824 
1825 
1826 
1827 
1828 169 
1829 45 
1830 11 
1831 16 
1832 22 
1833 92 
1834 201 
1835 150 
1836 116 
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Im Jahre 1837 127 Biertl 
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und 51 sind Nicht verzeichnet. 
Politische Rundschau. 
DaS Hauptereigniß deö politisches, Tagesgespräches bildet 
gegenwärtig der Ankauf von 177,000 Suezkanalakten von 
Seite Englands Als Verkäufer fungirt der Vizekön'g von 
Aegypten, welcher durch seine Finanznötben zu vielem Schritte 
veranlaßt wurde. DaS gesammte Aktlenkapital des Suezkanals 
besteht in 400.000 Stück Aktien, von denen außer den 
177,000 von der englischen Regierung angekauften noch eine 
bedeutende Anzahl im Besitze englischer Privaten sich befinden. 
Die Folge davon ist, daß England tbalsächhch die Mehrzabl 
der Aktien und somit auch den Suezkanal selbst in Besitz ge- 
nommen hat; ein Ereigniß, welches in Anbetracht der Wich- 
tigkeit dieses Verbindungsweges jedenfalls eine politische Be 
deutung hat 
In Oesterreich beschäftigen sich die Gemeinderäthe von 
Wien und Graz gegenwärtig mit der Frage einer allgemeinen 
internationalen HeereSabrüstung. Eine diesbezügliche Petition 
deS Grazer GemeinveratheS an daS Abgeordnetenhaus lautet 
nach der „N. Fr. Pr " folgendermaßen: 
„Freudigen Wiederhall haben auch bei unS die beredten 
Worte gefunden, mit denen patriotische Männer die Unverträg 
lichkeit eint-s nationalen Wohlstandes mit den von Jahr zu 
Jahr sich steigernden Kosten ver KriegSrüstung beleuchteten und 
aus die Möglichkeit der Beendigung solcher abnormen Zuftintze 
u« Wege emeS europäischen Delegirten-Kongresses hinwiesen. 
Auch wir theUen voll ständig diese Ansicht und empfinden eS 
schwer, daß nur in dem enormen Aufwände für daS Heer, 
welcher «ine Ueberlastung der Staatsbürger mit Steuern ge- 
dletensch fordert, die Grundursache jener Nothlage w suchen ist 
in der sich daS Reich gegenwartig befindet — einer Nothlage 
oeren Ende mcht abzusehen, deren Höhepunkt vielleicht noch 
immer nicht eneicht ist. Mit dem rapiden Fortschritte der 
technischen unv Naturwissenschaften hat leider die traurigste der 
Künste, die Kriegskunst, gletchen Schritt gehalten und die pro- 
oukuve Kraft der ersteren wird mehr als paralisirt durch die 
unproduktiven Erfolge »er letzteren. WaS menschlicher Fleiß, 
was e.ne hochentwickelte Industrie, eine rationelle Bodenwirth- 
schast erzeugen, das verschlingt der zu einem europäischen Ge- 
setze gewordene bewaffnete Friede. Kein Patriot kann den 
Gedanken von sich weisen, daß in dieser Richtung Einhalt ge- 
schehen muß, sollen nicht Wohlstand und Boikskraft überall in 
Kurze darm-vertiegen. Ader ebensowenig kann er sich darüber 
tauschen, daß Die einseitige Abrüstung seines Staates eine Un- 
Möglichkeit ist und daß nur durch gemeinsames internatio- 
Nales Zusammenwirken diesfalls etwas eruelt werden könnte. 
Dap diese Angelegenheit bereis in den KlubS deS hohen Abge- 
ordnelenhaujeS ernjtltch besprochen wird, gewährt unS die Be, 
ruhigung, daß wir eS hier nicht Mit einem idealen für alle 
Zukunft unausführbaren Wunsche zu thun haben und wenn 
auch j'der ruhig Denkende zugeben muß, daß der Realisirung 
oeSjelven große schwer zu bewältigende Schwierigkeiten entge- 
genstehen, so lehrt uns doch andererseits die Geschichte, nament- 
lich ver neuesten Zeit, daß vieles unbestrittene Thatsache ge- 
worden ist waö wenige Jahre vorher als unerreichbar gegolten 
hat. DaS erste österreichische ReichSpallament hat GruNd und 
Boden frei gemacht von den drückenden Fesseln deS Feudalis 
mus ; einen noch größeren Erfolg würde das heutige Parla- 
ment zu verzeichnen haben, wenn eS durch feine kräftige Mit- 
Wirkung gelänge einen Zustand zu schaffen, der eS dem Land- 
manne möglich machte auf freiem Grund und Boden auch die 
Früchte semes FleißeSzu genießen, der die GewtrbSthätigkeit 
«»cht durch Überlastung mit Steuern lahmlegte und der Zeit 
die Signatur der wahren Civilisation aufdrücken würde, deren 
Aufgabe eS ist, die Erfolge der Wissenschaft zur Förde» ung 
deS geistigen und materiellen Wohles der Menschen und nicht 
zur Mafsentövtung derselben zu verwerthen. In der festen 
Ueberzeugung in den hier entwickelten Ansichten auch jene der 
üverwiegenven Mehrzahl der hiesigen Bevölkerung ausgesprochen 
zu haben und zuversichtlich hoffend, daß diesen Anschauungen 
auch zahlreiche andere Gemeinben deS Reiches Ausdruck geben 
werden, erlaubt sich der hochachtungsvoll gefertigte Gemein- 
derath die ergebenste Bitte: daS hohe Abgeordnetenhaus wolle 
ver Idee eines europäischen DelegirtenkongreffeS behufs allge- 
meiner Abrüstung der Staaten Europas seine thatkräftige Un- 
terstützung nicht versaqen. Gemeinderath Graz, 19. Novem- 
ber 1375. Dr. W. Kienzl m. p., Bürgermeister. 
Aus Bosnien und der Herzegowina schreibt ein Kor- 
respond-'nt v. A. A. Ztg. unter dem 17. Nov folgendes: Mit 
dem Eintritt der rautten Jahreszeit hat der Kampf zwischen 
Christen und Türken in dem eigentlichen Bosnien, wie ich daS 
bereits früher angedeutet habe, bedeutend nachgelassen und 
jenen Charakter angenommen, der vorher zu sehen war. Die 
Christen haben sich in ihre Schlupfwinkel in die Gebirge zu- 
rückgezogen und würden sich da auch ruhig verhallen, wenn 
sie nicht für Lebensmittel auf Beute ausgehen müßten. So 
haben die Znsurgenten am 12. Nov. bei Matschkovatz und 
Dolina einen türkischen Provianttransport angegriffen und er 
obert. Dabei erbeuteten sie 70 Hinterlader. Am 15. Nov. 
griffen die Znsurgenten das GeHöste des Grundherrn Beg 
Haoschi-Zizvan bel Stapari an, steckten das Gehöft in Brand
        

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