Herausgeber:
Liechtensteinische Wochenzeitung 1873-1877
Bandzählung:
1874
Erscheinungsjahr:
1874
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000259759_1874/115/
pürde. Die Vaterlandsliebe ber Assemblee wird bei den Per- 
Wchtüngen die ihr zu vollenden bleiben, nicht unterliegen. Sie 
wird dem Lande das geben, was sie ihm schuldig ist und waS 
eS.von. ihr erwartet. Im Namen der höchsten Interessen be- 
schwöre ich dieselbe ihr Werk zu vervollständigen, ohne Aufschub 
über Fragen zu deleberiren, die nicht länger in der Schwebe 
bleiben können. Die -Ruhe Her Geister erfordert eS. Aber mit 
derselben Verantwortlichkeit mögen die Assemblee und die Re 
gierung zusammen die ihnen auferlegten Pflichten, erfüllen. Es! 
gibt keine dringlichere als diejenige, die darin besteht, dem Landes 
durch definirte Institutionen Frieden, Sicheret und Beruhigung,z 
deren es bed^J M'WWO IIS#! ^MtWe meine Minister/ 
ohne Aufschub der Kommission der konstitutionellen Gesetze die 
Punkte mitzutheilen, bei welchenzu beharren ich für wesentlich 
Haltet" 
Wie man diesem steht versteht eS Mac Mahon mit 
der Kammer umzugehen. Er bricht deutsch und entschloffen! 
und findet. Beifall und wahrscheinlich auch Gehorsam. Gr hat! 
*6 verhindert, daß däS' linke Zentrum sich an dem allgemeines 
Ausstand gegen daS Ministerium betheiligte, weil er dasselbe be-z 
halten wollte. Jetzt betont er aufs Neue seinen unerschütter-! 
NMn WMM, an der Gewalt bleiben zu woltN, Md die Roth- 
wendigkeit, daS Septennat zu organisiren 
An eine Auflösung der Kammer ist vorderhand nicht zu 
glauben ; die Dringlichkeit für den Antrag Raoul DuvalS, der 
.Mf den Oftober Heuwahlen verlangte, wurde verworfen. Wenn 
ßauch die Kammer unfähig ist, selbst eine Verfassung zumachen, 
| so dütfte sie zuletzt doch noch Kraft genug besitzen, sich eine 
^solche von Mae Mahyn aufoktroyiren zu lassen. 
Ueber ein Attentat, »velcheS auf den Fürsten Bismarck in 
i Kissingen auSgeübh. worden ist, lesen wir soeben folgende Te- 
^legrainrne der A. Ä. Zeitung. 
Kissingen, 13. Juli. (Privatdepesche der „Allg. Ztg ") 
^Alts detl Fürsten Bismarck ist ^ein Pistolenschuß abgefeuert wor- 
i den, der ihnM der Hand leicht verletzte. 
Kissingen, 13. Juli, 2 Uhr. Fürst Bismarck ist so 
eben aus einer Fahrt nach den Salinen durch einen Schuß an 
-Hand4>«r -Llkentöter,-«in 
Bauernjunge, wurde sofort verhaftet und beinahe gelyncht. 
ES herrscht furchtbare Aufregung. 
Kl WUgü.in;r* b3 Äli s fi- Uhr 53.0.i Minuten Vachmit- 
tagS. Fürst BiSmark ist so eben in Begleitung deS Grafen 
d lMd ^Ae^N^7gefÄhM hM 'sich dem^ü- 
' hlikum /gezeigt. Die Verletzung des Fürsten am -Vorderarm 
< ist eine unbedeutende. Der Attentäter soll gestanden haben 
;auS M^deburg zu sein. 
-Kissingen, 13..—oft 
fingerdicke — Ruthen ausgetrieben haben. In diesem Falle 
schneiden wir einen kurzen und einen langen Schenkel; letzterer 
läßt sich nicht gut als Bogenrebe ziehen, sollte aber wenn mög- 
iich aus seiner vertikalen Lage niedergedrückt und als Strecker 
behandelt werden, wie dies am Drathzuge leicht thunlich ist. 
Da die 3—4 unteren Augen bei diesen üppigen langgliedrjgen 
Trieben selten Blüthen und diese oft nur verkümmerte Früchte 
bringen, so wendet man dann alle Pflege und Sorgfalt auf 
die obern Ruttten, welche um so zuverlässiger schönere, u» grös 
sere Trauben tragen werden, wenn Man^.durch.',Kegreijßen der 
unteren Triebe ihre Anzahl auf eine, der HrodüktionSfäWeit 
>deS Stockes entsprechende^ beschränkt. 
Am kurzen Schenkel werden die Zuchtruthen gepflanzt^ 
Die obern mit Blüthengescheinen behangenen When wer- 
-den nach der Regel 2 Blatt ob der letzten Traube zurück ge- 
kürzt (verbrochen). Bei dieser e r p r o b t e n Behandlungsart 
kann sich der Stock nicht „übertragen." Man layn aber mit 
großer Sicherheit.auf zahlreiche,kräftige Blüthen rechnen, also 
bei einem Künftigen Sommer auch auf eine eytsprechende Ernte, 
schneiden w!r rj aber M. splchM? UMN Frpst zurück gekürzten 
Stöcken wie; bei Mgen Stöcken HjoS. 2 kWe «Schenkel fln, so '
        

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