Herausgeber:
Liechtensteinische Wochenzeitung 1873-1877
Bandzählung:
1874
Erscheinungsjahr:
1874
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000259759_1874/101/
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den 20. Zunj 1874. 
Die liechtensteinische Wochenzeitnng erscheint feden Freitag. Hie kostet für daS Inland ganzjährig 2 fl., halbjährig 1 ff. samtzjt 
Postversendung und Zustellung in's Haus. Mit Postversendung für ^Oesterreich ganWhtig 2 st. SV kr. , halbjährig 1 fl. 25 kr.; für das 
übrig«;Wsland ganzjährig 2 fl., halbjährig A fl. 10 kr. ohne Postversendung. — Man ahynmrt für Pas Zn- und Ausland bei der 
Redaktion in Vaduz oder bei den betreffenden Postämtern. — EmrückungS gebühr für die 2gespaltene Zeile s Briefe und Gelder 
ckerden franco erbeten an die Hedactiön in Vaduz. i ^ > 

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Mft dem Monat Juli beginnt em neues Abonnement auf 
.die „Liechtensteinische Wochenzeitung" u Der Preis für das 
Inland bleibt wie bisher ganzjährig 2 fl., halbjährig 
4,: fl Bestellungen für das Inland nehmen entgegen die be- 
treffenden Briefboten oder die Redaktion in Vaduz?.! . 2. 
5 Auswärtige Abonnenten abonniren bei der Redaktion' in 
Vaduz oder bei den betreffenden Postämtern. 
, Da mit Beginn des MonatS Juli laut.Beschluß deS öfter- 
reichischen ReichSratheS die bisherige Jnseratensteuer aufgehoben 
wjrd und die Inserate somit bedeutend billiger berechnet werden 
können, empfehlen wir unser Blatt lfm so mehr den Titl. Ge 
meindebehörden und Privaten zur Veröffentlichung von Kund- 
machungen jeder Gattung. 
Vaduz, den 23. Juni 1874! 
Die Redaktion. 
Garantieverein der liechtensteinischen 
Wochenzeitnng. 
Sonntag den 28. Juni, Nachmittags 3 Uhr Plenarver- 
fammlung in der Schloßwirthschast in Vaduz. 
Zu zahlreicher Betheiligung ladet ein 
Die Redaktion. 
' Vaterländisches. 
Baduz, den 23. Juni. Für die auf den 27. d. MtS., 
Vormittags 10 Uhr anberaumte LandtagSsitzung ist folgende 
Tagesordnung festgestellt worden: 
' 1. Verlesung deS Protokolls der letzten Sitzung.' 
2. Prüfung und Genehmigung der StaatSrechnung pro 
1873 
3. Prüfung und Genehmigung der öffentlichen FondSrech- 
nungen pro 1873. 
4. Armenunttrstützung der Gemeinde Triesenberg. - 
5. Armenunterstützung für den verunglückten Josef Batliner 
von Mauren. 
6. Subvention der Gemeinde Schaan für Faschienen zu 
Rhein schutzbauten. 
7. Akkordaufbesserung für K. Rheiner von RW, 
8. Gesuch deS AltlehrerS Verling um Zuerkennung einer 
Penston. 
9. Entlohnungsaufbesserung der Lanjvweibel. 
10. Dammbauerforderntß per 7000 st. aus den RechnungS-: 
Überschüssen pro. 1ß74. - 
^ ^und Wangerherger Htraß?nbodenauÄösung. 
12. Gesuch voy ^erschiedeneNiGemeiyden wegep Uebernahme 
der Unterhaltung der Rheinbrücken durch daS^ Land. 
. ^! Baduz, den 23. Junn (Landtagßsachen.) Bericht des 
LandeSausichusseS: über- die Reguilrung d«S LattdsSmünzwesrnS. 
Berichterstatter: Abgeordnetes.'Keßler ^ ^ 
MeineHerren ! Mr LcindeSaüÄschüß/ dem 'verfafsungSgemÄß 
die Wahrung der Interessen deS Landes^ sö" läng< dÄ LänVM 
nicht vMsatttmelt -ist, zu^öwckk, hölt 'M^cknHAm'üüz^raA - Mer 
eingehenden Prüfung ünterzögen^ tindii» ved.GthMg 
am 5. d. MtS. folgenden Beschluß gefaßt: ^ 
„Es sei die fürstliche Regierung dringend zu ersuchen/ dem 
„bevorstehenden Landtage einen Gesetzentwurf über dte v Re$u* 
„ lirungi deS LandeSmünzwesenS votzülegeh." ' ' ' ^ 
Die Motive zu diesem Beschlüsse sind kurz folgende: Mit 
Gesetz vom 3 Dezember 1858 wurde der österreichische 45 Guk- 
dMfuß, nach welchem 45- Gulden aus Mem Pfund feilem 
Silber geprstgt werden- als Landeswährung eingeführt. Tier 
§ 11 desselben Gesetzes bestimmt: ' 
„Nachdem Wir dermalen keine Landes- und Scheidemünzen 
„auszuprägen befunden haben, so sollen" die in Oesterreich nach 
„dem kaiserlichen Patente vom 19. September 1857 in öfter- 
„reichischer Währung ausgeprägten Landes- und Scheidemünzen 
„nach ihrem vollen Werthe im Fürstentum gesetzlichen Umkauf 
„haben." 
Seitdem ist das Silber im Verhältnißuznm Gold um 5—8^ 
im Werthe gesunken und der Metallwerth der Silbermünzen 
aller Länder steht weit unter ihrem gesetzlichen Münzwerthe. 
Das Verbot der Annahme der österreichischen Gulden und 
Viertelgulden im deutschen Reiche in Folge der Einführung der 
Goldwährung hatte zur Folge, daß die österreichischen Gulden 
und Viertelgulden ihren Münzwerth ganz verloren und auf 
den bloßen Metallwerth heruntersanken. 
In Oesterreich herrscht bekanntermaßen die Papiervaluta j 
die österreichischen Silbergulden und Viertelgulden werden tiiir 
noch im Fürstentyum Liechtenstein voll angenommen. Die FoW 
davon ist, ; daß diese Münzsotten in großen Massen in'S LäNd 
strömen und jede andere Münze verdrängen. Liechtenstein kann 
den österreichischen Gulden und' Viettelgülden im Verkehr mit 
Süddeutschland gar nicht mehr und im Verkehr mit der be 
nachbarten Schweiz nur mit einem Vetlust von' 8% anbringen! 
Wenn Oesterreich den SilberkurS einführen würde, würden seine 
Gulden und BieMaulyfst im Verkehr Mt dem Auslande 
wieder den vollen 'Mu'üzwierth' "erlattgett.'' Iii nächster Zeit ist 
jedoch dazu keine Aussicht vorhanden und Liechtenkezn steht sich 
daher genöthiget, um sich vor weiteren Münzverlusten sicher en 
stellen, die österreichischen Oilbergulden. uyd Viertelgulden auße^ 
Kurs zu; setzen, Rur die-'öKemeichjfchm- i MreinSthaler/ -welche 
in der Schweiz und - M- deutschen Reiche vollugelte^könnek 
alsMsetz^icheS . ZqhlMgS>Mel m -Lande beibehalte« Wehden. 
Die Regulirung deS LandeSmünzwesenS ist nicht nur nothwendig,
        

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