Die vom Alpenrhein durchflossenen Gebirgsketten bestehen haupt- 
sächlich aus Kalkstein, Schiefer und Flischgestein. Nur an wenigen 
Stellen begegnen wir dem gewachsenen Urgestein (z.B. Calanda bei 
Felsberg). Hingegen sind die Granitfindlinge, welche die Gletscher aus 
der Tödiregion, dem Rheinwald und der Silvretta ins Rheintal getragen 
haben, sehr häufig anzutreffen. Geübte Kenner können den Ursprung 
der Findlinge aufgrund der Farbe oder der Körnung gut zuordnen, 
Besonders schöne Findlinge lagern im unteren Saminatal zwischen 
Amerlügen und Falleck, am Calanda und in der Nähe des Kapfensees 
bei Vermol. 
Charakteristisch sind auch die verwitterten Karstfelsen, welchen wir 
im Alpstein und in den Churfirsten begegnen. Besonders eindrücklich 
sind die senkrecht aufgeschichteten Felsen der Kreuzberge. Beim 
westseitigen Aufstieg auf den Gamser Rugg (Hinter-Risi und Alp Pli- 
sen) bilden die verwitterten Karstfelsen und die leuchtenden Blumen 
einen selten schónen Anblick. 
Die Alvierkette besteht hauptsáchlich aus Flischgestein. Viele Ein- 
schlüsse von verschieden farbigen Steinen in den grossen Felsplatten 
erregen unsere Neugierde. Bekannt ist der Gonzen für sein eisenhalti- 
ges Gestein. Beim Aufstieg von Sargans entdecken wir im Geróll im- 
mer wieder kleine Eisenerzbrocken, deren Gewicht merklich schwerer 
ist als das der gewóhnlichen Kalkbrocken. 
Einer geologischen Sammlung verschiedener Gesteinsdecken begeg- 
nen wir in den Liechtensteiner Alpen. Falknis- und Lechtalerdecken 
stossen hier aufeinander. Am Rappenstein sehen wir eine rote Fels- 
schicht, Millionen von kleinsten roten Tierchen sind hier im Fels abge- 
lagert. Bei der Überquerung der Drei Schwesternkette greifen wir in 
festes Dolomitgestein, darunter lagern weichere Malmschichten. 
Auf dem Gipfeldach des Crap Mats erleben wir eindrückliche Geolo- 
giestunden. Zu unseren Füssen lagert dunkles und farbiges Gestein 
neben kristallinen Felsbrocken, die Felsen ringsum haben viele Farb- 
tone, von fast weissen Kalkwaànden bis zum dunkelsten Schiefer. 
Am Calanda oder auf dem Pizol entdecken wir bràunlichrote Verruca- 
noschichten. Und der Schiefer und Schutt aus den Melser Bergen ver- 
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