Der unfrucht bare Sommer ist entlich vorbey; hier folgt ein 
Rauh und naßer herbst. Villes haben die Lieben landleüte 
im verwichnen sommer außgestanden. Nebst denen unerträgl. 
Kriegs Rüstungen, So hat noch ein förchtl. Hagelwetter, einen 
großen schaden gethan, u. besonders der sturm wind, der 
alles obst abreist, alle Türckhen Körner in grund geschlagen, 
das noch stehende Korn rein außgetröscht, Ville baum — 
aus der wurzel gerisen etc: 
Außer dem allem, so haben die Ingrich u. unge= 
Zifer mehr alls halben teill der früchten Türckh u. Heü ge= 
freßen, so daß hier zu Lande Ville mit güetter anzutreffen, 
die Kein Vietl dürgen im Hauß haben,. Vnd doch Müesten sie 
tägl. Kriegs Cösten, fuhren u.d.g aus stehen. 
Jetzt Kombt schon widerumb ein Kais. Winter quatier hier 
an, Neml: 400 Kais. scharfschüz, welche aber nach 17 Tagen widerum 
nacher Mantua abreisten. 
Ein unglückh aufs ander folgt hier, so das der Armme land 
Man gar underligen Mues. Neml. in umligenden orthen, 
vnd Zwar schon in der nachbar schaft, grasirt ein Pestartige 
u. sehr erbliche Krankheit an Rofi, und sonderlich am Vich, 
Zu bräderis, Meiningen, alten statt, Rangweil, fresch, ist 
es dermallen sehr starckh. Auch zu Ruckhgäl ist es auch schon 
ein gerisen, ein unbekanthe Krankheit, die sol von den 
vngerischen soldaten oxen ins land gebracht worden sein, vnd die 
Lößer düre, oder Magen sucht heist. Man ist hier in der undern 
Herschaft deswegen mit Creüz gangen auf Eschen zum H: Martini, Auch 
wurden sper und wachten angestelt. die pfars angehörige 
von bendern, walfarten auch ins Apenzel, die Eschner 
gehen widerumb auf Nendlen —. 
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