Festung und drohen derselben den Untergang. 
In der Nacht vom 18. auf den 19. nahm die Belagerung 
den schrecklichen Anfang, sodass Mauern, die aus lauter 
Felsstücken gemacht waren, niederfielen. Am 19. wagte 
die Besatzung einen Ausfall, der viel Blut kostete. Der 
Prinz von Coburg hatte die Belagerung recht bewunderungs- 
würdig und schnell angestellt. Als er eine Überschwemmung 
befürchtete, liess er schleunigst dem Fluss Schelde ein neues 
Bett graben und sie blieben trockenen Fusses. 
Er schlug sogleich eine Brücke über zwei An- 
hóhen oder Berge, dass nun Batterien darauf errichtet 
sind. Am 9. Juni wurde auch die Festung Saumur 
eingenommen. Der Feind verlor dort über 12000 Mann 
samt aller Munition. Am 12. nahm das gleiche 
Corps die Stadt Chinon, sechs Stunden von Samur, mit stürmender 
Hand ein, wobei der Feind abermals 3000 Mann einbüsste. 
Die Stadt Tours, welche 45 ooo Einwohner hat, hat sich heute 
zu der katholischen Armee geschlagen. 
Am 16. wurde bei Arlon wieder eine blutige Schlacht ge- 
halten. Der Feind behielt dieses Mal das Schlachtfeld, wohl 
aber liess er 3000 Tote auf demselben liegen. Es ist 
nicht zu beschreiben, wie sie sich gegen das andere Geschlecht 
in dem dortigen Frauenkloster so unverschämt 
betragen haben. Die Anzahl der toten Österreicher beläuft 
sich auf 577 Mann. 
Die russische Flotte, welche am 14. des Monats von Kronstadt 
abgefahren ist, besteht aus acht Schiffen, jedes mit 100 Kanonen, 
aus elf mit 74 Kanonen und aus acht Schiffen mit 
66 Kanonen sowie sechs Fregatten mit 36 Kanonen. 
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