Herausgeber:
Universität Liechtenstein
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000253878/95/
Bei der Istaufnahme erfolgt die Erhebung aller aktuellen relevanten finanziellen 
Informationen. Häufig erfolgt mit ihrer Hilfe zunächst eine Betrachtung von 
Ausfallvorsorge und Altersvorsorge. Daneben werden Liquidierbarkeit, Rentabilität, 
Risiko und Steuerwirksamkeit des Vermögens bestimmt. Konsolidiert werden diese 
Informationen in einer 
Vermögensbilanz, 
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, 
Ergebnisrechnung, 
Ausfallvorsorgerechnung, 
Altersvorsorgerechnung und 
Steuerrechnung. 
Im Rahmen des Sollkonzepts werden zunächst die Anlageziele und der Risikotyp 
des Mandanten bestimmt. Damit werden das Vorsorgekonzept und eine vollständige 
Einnahmen-Ausgabenrechnung erstellt. Der finanzielle Zielzustand wird mit Hilfe 
einer Vermögensplanbilanz dokumentiert. 
Falls eine Umsetzung des  Sollkonzepts gewünscht wird, wird die 
Mabnahmenplanung durchgeführt Dazu gehört die Auswahl geeigneter 
Finanzinstrumente unter den Aspekten Liquidität, Rendite und Risiko sowie 
steuerlicher Auswirkungen. Mit ihrer Hilfe wird ein Portfolio gebildet, das, falls 
gewünscht, aus Risikosicht zusätzlich abgesichert werden kann. Schließlich müssen 
die ausgewählten Finanzinstrumente durch Produkte realisiert und die damit 
verbundenen Transaktionen zeitlich festgelegt werden. 
Als Ergebnis von Istaufnahme, Sollkonzept und Maßnahmenplanung liegt eine 
schriftliche Dokumentation aller getroffenen Analysen, erarbeiteten Konzepte und 
gemachten Annahmen vor, die dem Kunden als Finanzplan in Form einer 
individuellen Expertise überreicht wird. Er ist die Grundlage der nächsten Phase, der 
Überwachung. Hier erfolgt das Monitoring der eingeleiteten Maßnahmen durch eine 
Performanceanalyse und die Fortschreibung von Istaufnahme, Sollkonzept und 
Maßnahmenplanung unter sich verändernden rechtlichen, steuerlichen, gsamt- 
wirtschaftlichen und kundenindividuellen Randbedingungen. Nicht zu vergessen ist, 
dass der Kunde im Rahmen der Überwachung auch bei der Ertragsentnahme und der 
Liquidation seines Vermögens beraten wird. 
Literatur und Software für die persönliche Finanzplanung sind inzwischen sehr 
umfangreich (vgl. [Sch05], [SS05], [STO5]). Was fehlt sind einfache Werkzeuge, die 
die verschiedenen Phasen der persónlichen Finanzplanung integrieren und sich 
sowohl als Planungs- Steuerungs- und Überwachungsinstrument eignen. Eines dieser 
Instrumente sind Lebensdiagramme bzw. Life Charts, deren Grundlagen und 
Anwendungsmóglichkeiten im Finanzplanungsprozess in diesem Beitrag vorgestellt 
werden. Im zweiten Abschnitt werden die Konstrukte von Life Charts vorgestellt. In 
den folgenden Abschnitten 3 bis 5 wird ihre Anwendung in den Phasen Istaufnahme 
und Sollkonzept beschrieben. 
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