Herausgeber:
Universität Liechtenstein
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000253878/71/
4.5 Anwendungspotentiale der Web Service Technologie innerhalb des 
FiXplan-Projekts 
Ziel dieses Kapitels ist es, die in Abschnitt 4.1 herausgearbeiteten Nutzenpotentiale 
der Web Service Technologien im FiXplan-Projekt zu adressieren. Dazu wird 
zunächst der Ist-Zustand des aktuellen Prototyps analysiert. Danach werden 
beispielhaft einige Anwendungsszenarien erláutert, die den Einsatz der Technologien 
motivieren und zu einem Mehrwert bei der Konzeption, Erweiterung, 
Aktualisierbarkeit und Qualität des Decision Support Systems zur Persäônlichen 
Finanzplanung beitragen können. Mit der Implementierung dieser 
Anwendungsszenarien sowie den dazu benötigten bzw. einsetzbaren Werkzeugen und 
den damit verbundenen Problemen beschäftigt sich danach der weitere Teil der 
Arbeit. 
4.5.1 Wiederverwendbarkeit einzelner Komponenten und Flexibilität beim 
Design neuer Software und neuer Komponenten 
Der FiXplan-Prototyp war bzw. ist darauf ausgerichtet, mit dem Benutzer über 
dynamische Webseiten zu kommunizieren. Bei der Implementierung der einzelnen 
Module wurde deswegen zunächst kein Wert darauf gelegt, die eigentliche 
Funktionalität zu  kapseln um eine stärkere Trennung von Layout und 
Anwendungslogik zu erreichen. Alle Teilmodule sind mehr oder weniger so 
programmiert, dass die Layout-Anweisungen (d.h. HTML-Formatierungen für den 
Browser) und die funktionalen Aspekte (d.h. die in PHP programmierten Funktionen, 
die Datenbankanweisungen, Fehlerbehandlungen usw.) in den einzelnen Skriptdateien 
miteinander kombiniert sind. Damit lässt sich nur unter großem Aufwand bzw. mit 
Cut&Paste ein Teil der Logik wiederverwenden. Neben der Redundanz dieser Code- 
Stücke sind damit auch Änderungen in einzelnen Modulen problematisch. Die 
Änderung muss in jedem Modul erfolgen, welches diesen Code benutzt. Damit ist das 
System aber gleichzeitig anfällig für ungewünschte Nebeneffekte wie (Berechnungs-) 
Fehler und unflexibel bei Veränderungen an den Berechnungsvorschriften und 
Datenbankanweisungen. Dies hindert auch die Programmierer neuer Module daran, 
bereits existierende Funktionalitäten wiederzuverwenden und ist damit nicht 
förderlich für eine effiziente (Weiter-) Entwicklung des Softwareprodukts. Hierzu 
zählt auch die aufgrund der Größe des Projekts bereits unübersichtliche Menge an 
Funktionalität, die neben der fehlenden Kapselung dem Entwicklerkreis zudem nicht 
bekannt und auch nicht ausreichend dokumentiert bzw. spezifiziert ist. 
Somit ist eine klare Auslagerung der einzelnen Funktionsbausteine in eigene 
Scripte sinnvoll. Funktionen und Funktionalitäten, deren Wiederverwendung 
angedacht bzw. als sinnvoll erachtet wird, sollten als Kernfunktionen in separate 
PHP-Skripte ausgelagert werden. In einem ersten Schritt können diese 
Kernfunktionen dann über ,include"-Anweisungen in den einzelnen Modulen 
verwendet werden. Hierbei ist auf eine ausreichende Dokumentation der Spezifikation 
dieser Funktionen zu achten, damit ein Konsens zwischen dem Programmierer dieser 
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