Herausgeber:
Universität Liechtenstein
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000253878/18/
geboten werden. Nebst der klassischen Tragbarkeitsrechnung sind mögliche 
Themenbereiche: direkte Amortisation gegenüber indirekter Amortisation, 
die optimale Eigenkapital- / Fremdkapitalquote, mögliche Steuerspareffekte, 
Vergleich von Miete und Kauf und andere. 
* Wohnsitzwechsel: Mit den heute auf dem Markt erhältlichen Steuerrechnern 
können die steuerlichen Auswirkungen beim Wohnsitzwechsel sehr schnell 
aufgezeigt werden. Mögliche weitere Parameter in einer Vergleichsrechnung 
wären Immobilienpreise sowie zusätzliche Kosten in Folge des geänderten 
Arbeitsweges, der auswärtigen Verpflegung etc. 
e Steueroptimierung: Ein Dauerthema vor allem in der Schweiz. Die Idee ist 
hier, mit einem einfachen Tool bei einem gegebenen Bruttoeinkommen 
sowie ein paar wenigen zusátzlichen Parameter (z. B. der Einkaufslücke in 
der Pensionskasse) alle generellen Móglichkeiten aufzuzeigen, welche das 
steuerbare Einkommen reduzieren. 
e  Nachlassplanung: Bei den heute verfügbaren Finanzplanungstools wird die 
Nachlassplanung generell wenig berücksichtigt. Auch hier wáre es móglich, 
mit wenig Aufwand dem Kunden einen ersten Überblick über seine 
erbrechtliche (und allenfalls ehegesetzliche) Situation zu geben. Mit der 
Eingabe der Nachlasshóhe sowie der vorhandenen Erben kónnten mit 
wenigen Eingaben und Mausklicks gesetzliche Quoten, Pflichtteilsquoten, 
Nachlassteuer, die maximal mógliche Meistbegünstigung einzelner Erben 
Sowie weitere Informationen für den Kunden in verstündlicher Form 
dargestellt werden. 
Die Aufzählung ist keinesfalls abschliessend. Es liessen sich noch viele 
Themengebiete finden, bei welchen dem Kunden mit geringem Aufwand ein grosser 
Nutzen generiert werden könnte. Der Aufwand zur Erstellung der Berechnungen darf 
dabei nicht länger dauern als fünf bis zehn Minuten und muss von einem 
Kundenberater ohne Finanzplanungsausbildung erstellt werden können. 
Allgemeinaussagen werden in diesen Berechnungstools über einige wenige 
Eingabeparameter personalisiert und der Kunde erhält so ein auf ihn zugeschnittenes 
und somit auch vertrautes erstes Lósungskonzept. 
2.3 Affluent Kundensegment 
Im Affluent Kundensegment kann keine eindeutige Zuordnung zu einem der beiden 
Ansätze (beratungszentriert oder themenzentriert) vorgenommen werden. Je nach 
Potenzial entscheidet der Kundenberater auf Grund des Kundenbedürfnisses, ob eine 
Finanzplanung als Teil der Beratung oder nur im Auftrag des Kunden bei 
entsprechender Verrechnung durchgeführt wird. Selbstverstindlich stehen dem 
Kundenberater alle Berechnungswerkzeuge, welche im vorherigen Kapitel skizziert 
worden sind, zur Verfügung. Zudem sind hier Finanzplanungen, welche nicht 
umfassend ausgelegt sind, sondern nur einen Teilbereich betreffen und 
dementsprechend preislich attraktiv sind, eine gute Alternative. 
Das Segment der Affluent Kunden stellt eigentlich den heutigen Status quo dar. 
Eine Finanzplanung ist nicht obligatorischer Teil einer Beratung und eine reine 
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