Herausgeber:
Universität Liechtenstein
Erscheinungsjahr:
2006
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000253878/15/
des Anlageerfolgs lässt sich gemäss diesen Untersuchungen auf die Strategie 
zurückführen. Die taktische Asset Allocation sowie Titelselektion sind dabei nur von 
untergeordneter Bedeutung. Die Strategiewahl ist also entscheidend für den Erfolg. 
Was für ein einzelnes Portfolio gilt, gilt auch für die Gesamtvermögenssituation einer 
Privatperson. Die langfristige Strategie wird durch den Finanzplan repräsentiert, 
welcher den massgeblichen Erfolgsfaktor bildet. Aus dieser Sichtweise stellt sich die 
Frage nach dem Mehrwert des Kunden durch einen Finanzplan eigentlich gar nicht 
mehr, da eine Gesamtvermögensallokation ohne Finanzplan gar nicht seriös 
durchgeführt werden kann. Dies wäre quasi wie der Hausbau ohne Architekt und 
Pläne. 
Auch die zweite Frage ist eigentlich nicht ganz korrekt gestellt. Die Frage müsste 
eher lauten: „Können Banken ohne Finanzplanungskonzepte langfristig überleben?“ 
Alle Umfragen und Kundenpanels der letzten Jahre zeigen, dass die Kunden, vor 
allem jene aus dem Private Banking Segment, anspruchsvoller werden. Eine reine 
Anlageberatung im Sinne einer Wertschriftenberatung reicht heute nicht mehr aus, um 
im verschärften Wettbewerb zu bestehen. Die Kunden wollen umfassend beraten sein. 
Sie wollen von ihrem Relationship Manager nebst einer erstklassigen Beratung in 
Anlagefragen auch kompetente Auskünfte zu Themen aus den Bereichen Steuern, 
Vorsorge und Vermögensweitergabe. 
2.1 Private Banking: Beratungszentrierter Ansatz 
Voraussetzung für eine zielführende, professionelle Beratung einer Person respektive 
einer wirtschaftlichen Einheit (z. B. einer Familie) ist eine ganzheitliche 
Betrachtungsweise. Zu dieser gehört nebst der Integration aller Vermögenswerte auch 
der Einbezug der aktuellen Lebensumstände sowie bestehender und zukünftiger 
Wünsche und Ziele. Nur so ist es möglich, die Gesamtsituation des Kunden über alle 
Aspekte hinweg zu optimieren. Die Kundenberatung kann vor diesem Hintergrund in 
folgende Prozesse aufgeteilt werden: 
Definition der Ziele und Wünsche des Kunden (Soll-Situation) 
Ist-Aufnahme der aktuellen Situation 
Definition von Massnahmen, um von der Ist- zur Soll-Situation zu gelangen. 
Implementierung der vorgeschlagenen Lösung 
Permanenter Abgleich zwischen der Ist- und Soll-Lösung und Initiierung der 
notwendigen Schritte 
e  Regelmüssige Überpüfung des Planes auf dessen Konsistenz mit der 
aktuellen Situation 
Werden nun diese Prozesse quasi in Kernprozesse zusammengefasst, kónnen drei 
Kermnprozesse identifiziert werden: 
1. Financial Planning 
2. Umsetzung / Betrieb 
3. Financial Controlling 
15
        

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