Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/67/
sulaten auch eigene Botschaften in Italien, Frankreich, der Schweiz und beim Heiligen Stuhl unterhalte. Der Bericht empfahl dementsprechend zwar die Verleihung des Beobachterstatus, wies zugleich aber darauf hin, dass die Regierungen in der Kleinststaatenfrage nicht vor vollendete Tat - sa chen gestellt werden dürften, da es allemal bekannt sei, dass mit der Gewährung eines Beobachterstatus eine spätere Aufnahme praktisch als gesichert gelten könne. Auch der (zweite) Bericht des Vorsitzenden der Politischen Kommission der PV, 
Urwin, zeigte eine positive Tendenz, wenngleich er das Fehlen eines eigenen Radiosenders und eigener Tages - zei tungen in San Marino monierte. 1983 wurde San Marino schliesslich der Beobachterstatus verliehen. In der Folge trat San Marino 1986 auch einer (einzigen) Harmonisierungskonvention des Europarates, nämlich der europäischen Kulturkonvention, bei. Im Jänner 1988 stellte San Marino dann sein Beitrittsgesuch, über das der Hauptberichterstatter der Politischen Kommission der 
PV, Redde mann, und der Rapporteur der Kommission für die Beziehungen zu den europäischen Nicht-Mitgliedstaaten, 
Tarschys, Gutachten zu erstel len hatten. Beide Gutachter einigten sich in der Folge darauf, San Marino zusammen zu bereisen und danach einen gemeinsamen Bericht zu erstellen. Im Oktober 1988 debattierte die PV auf der Basis dieses Berichts das Gesuch San Marinos auf Vollmitgliedschaft im Europarat, wobei die Debatte mit einem einstimmigen Votum zugunsten der Auf nahme endete. Damit war die Strategie voll aufgegangen, mit ei- nem Beitritts ge such – um nicht dieselben kritischen Erfahrungen wie Liech ten stein zu machen – bis nach der erfolgreichen Präsidentschaft Liech ten steins im Ministerkomitee zuzuwarten. San Marino wurde in der Folge am 16. November 1988 das 22. Vollmitglied des 
Europarates. 4.3.4.6 Monaco Nachdem es 1998 einen Antrag auf Aufnahme in den Europarat gestellt hatte, wird 
Monaconach einer sechsjährigen Wartezeit – das Verfahren ver zögerte sich deswegen, da Monaco zunächst eine Reihe von demo - kra tischen Kriterien nicht erfüllte – im Oktober 2004 in den Europarat aufgenommen werden. Am 2. September 2004 hatte das Ministerkomitee einen diesbezüglichen Beschluss 
gefasst.73 
Kleinstaaten im Völkerrecht
        

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