Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/62/
la den, dem Europarat beizutreten, was durch die Hinterlegung der Rati - fi kationsurkunde am 7. März 1950 – als dreizehntes Mitglied – auch ge- schah. In der Parlamentarischen Versammlung wurden Island – so wie Luxemburg – drei Vertreter 
zugesprochen. 4.3.4.3 Malta Malta erstreckt sich über eine Fläche von 316 km2und beherbergt rund 395’000 Einwohner. Es wurde durch den «Malta Independence Act», der vom britischen Ober- und Unterhaus sowie von der britischen Königin gutgeheissen wurde, am 21. September 1964 ein unabhängiger Staat inner halb des britischen Commonwealth of Nations. Unmittelbar da - nach suchte Malta den Weg in den Europarat und ersuchte diesbezüglich Italien und Grossbritannien um deren «Gute Dienste». Das Minis ter - komitee beschloss am 18. Dezember 1964 einstimmig, den Beitritt Mal - tas zum Europarat zu befürworten und schlug als Grösse der malte si - schen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung (PV) die Zahl von drei Abgeordneten vor. Zugleich bat es die PV, eine entsprechende Stellungnahme auszuarbeiten. Am 25. Januar 1965 nahm die Politische Kommission der PV den sog. 
«Struye-Bericht» über das Aufnahme ge - such Maltas einstimmig an, der zum Ergebnis gekommen war, dass Mal - ta ohne weiteres die Qualität eines souveränen Staates attestiert werden könne. Mit Rücksicht auf die Bevölkerungszahl empfahl 
Struye, Malta drei Sitze in der PV zuzuweisen. Die PV stimmt noch am selben Tag (!) ein stimmig für die Aufnahme Maltas. Trotz dieser speditiven Erledigung des Beitrittsgesuchs war im Falle Maltas zum ersten Mal in der Geschichte des Europarates das Auf - nahmebegehren eines Drittstaates einer fundierten, meritorischen Prü - fung unterzogen worden. Die Aufnahmen der beiden neutralen Staaten Österreich (8. März 1956) und Schweiz (17. Dezember 1962) in den Euro parat waren noch ohne meritorische Prüfung vollzogen worden.144 Malta wurde am 29. April 1965, nur sieben Monate nach Erreichen sei- ner Unabhängigkeit, das 18. Mitglied des Europarates. 68Waldemar 
Hummer 144Seiler(Fn. 7), S. 140 Fn. 42.
        

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