Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/61/
Aufgrund der differenzierteren Organpraxis im Schoss des Euro - pa rates, vor allem in Bezug auf die Aufnahmegesuche 
Maltas, Liech ten - steinsund San Marinos, wird nachstehend in diesen Fällen auch etwas wei ter 
ausgeholt. 4.3.4.1 Luxemburg Luxemburg erstreckt sich über eine Fläche von 2586 km2und beherbergt rund 440’000 Einwohner. Als Mitglied des Brüsseler Paktes (1948) sowie der BENELUX (1921 bzw. 1948) war es von Anfang an in die Planung des Europarates involviert. Es verhandelte völlig gleichberechtigt nicht nur mit Belgien und den Niederlanden sondern auch mit den beiden euro päischen Grossmächten Frankreich und Grossbritannien. Bei der Auf teilung der Sitze in der Parlamentarischen Versammlung des Euro - pa rates erhielt Luxemburg problemlos drei Sitze zugesprochen und un- terzeichnete am 5. Mai 1949 als eines der zehn Gründungsmitglieder die Satzung des Europarates. In der Folge sah sich Luxemburg im Euro pa - rat mehr als «Kleinster unter den Grossen», denn als «Grosser unter den Kleinsten».142 4.3.4.2 Island Island erstreckt sich über eine Fläche von 103’000 km2und beherbergt rund 280’000 Einwohner. Es wurde von der britischen Regierung be - wusst nicht zur «Vorbereitenden Konferenz für die Schaffung eines Euro parates», die am 28. März 1949 in London ihre Arbeit aufnahm, eingeladen. Die Briten wollten den kleinen, erst am 17. Juni 1944 un ab - hän gig gewordenen Staat und dessen diplomatischen Apparat, der durch die NATO-Gründung voll in Anspruch genommen wurde, nicht mit ei- ner Einladung nach London in (personelle) Verlegenheit bringen.143Im Ge folge der Beitrittsgesuche Griechenlands und der Türkei wurde aber auch Island vom «Exekutivsekretär» des Europarates, 
J. C. Paris, ein ge - 67 
Kleinstaaten im Völkerrecht 142Vgl. dazu Seiler(Fn. 7), S. 74 f. 143Vgl. Seiler(Fn. 7), S. 98.
        

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