Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/300/
der WEU ist, erscheint die Mitgliedschaft Luxemburgs im Europarat nicht von ausschlaggebender Bedeutung für dessen aussenpolitische Stel lung gewesen zu sein. Dennoch stellte das Engagement im Europarat – insbesondere in seinen frühen Jahren – einen wichtigen Teil der luxem - burgischen Integrationspolitik in Europa dar. Das isländische Engagement im Europarat blieb stets bescheiden. Dennoch hat die Mitgliedschaft in der Strassburger Organisation dazu beigetragen, die internationale Stellung des Inselstaates nach dessen Un - ab hängigkeit zu festigen: Neben der sicherheitspolitisch motivierten Mit gliedschaft in der NATO und dem Beitritt zu den Vereinten Natio - nen war es vor allem der Europarat, welcher dem jungen Staat die Platt - form bot, seine Anliegen (z.B. Fischerei) vorzutragen und internationa- le Beziehungen und Kontakte mit Europa aufzubauen. Wie oben ausgeführt lag im Falle von Liechtenstein und San Ma - rino der Hauptgrund für den Beitritt zum Europarat in deren Bestre - bun gen nach einer internationalen Bestätigung ihrer staatlichen Souverä - ni tät und Unabhängigkeit. Die Fallstudien haben gezeigt, dass beide Staa ten dieses Ziel erreicht haben. Sie wurden innerhalb des Europarates von Anfang ihrer Mitarbeit an als gleichberechtigte Partner anerkannt. Die Souveränität der beiden Kleinststaaten ist in der Zwischenzeit auch ausserhalb der Strassburger Organisation vollends anerkannt worden: Beide Länder sind mittlerweile Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, das Fürstentum ist der EFTA und dem Europäischen Wirtschaftsraum bei getreten, San Marino erreichte ein Zollabkommen mit der Europäi - schen Union. Diese beachtliche Stärkung ihrer aussenpolitischen Stel - lung verdanken die beiden Kleinststaaten nicht zuletzt ihrer Mitglied - schaft im Europarat, die diesen Schritten vorausgegangen 
war. Aussage 12 Die Kleinststaaten leisten ihre Beiträge oft auf eigentlichen «Neben - schau plätzen», die nicht durch die grossen Mitgliedstaaten besetzt sind. Zudem wirken die Kleinststaaten auf den Europarat wegen ihrer vielfältigen Interessen organisationserhaltend. Nach den thematischen Schwerpunkten ihrer Tätigkeit im Europarat ge- fragt, nannten die Vertreter der kleinsten Länder – nicht anders als die - 311 
Kleinstaaten im Europarat
        

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