Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/271/
pe der Ent wicklungsländer eingerichtet, trifft sich die JusCanz-Grup - pe regel mässig zu einem offenen Meinungsaustausch, ohne dabei ge - mein same Positionen erarbeiten zu wollen. – Des weiteren gehört Liechtenstein verschiedenen Interessens gruppie - run gen an, darunter die «Freunde des Internationalen Strafgerichts - hofs» (deren Grundsätze von Liechtenstein festgeschrieben wurden), die Humanitarian Liaison Working Group, welche den Geberländern prioritären Zugang über Entwicklungen im humanitären Bereich zur Ver fügung stellt, sowie weitere lose Gruppierungen zu menschen - recht lichen, Abrüstungs- und humanitären Themen. – Liechtenstein verfügt damit folglich in den prioritären Bereichen über vor zügliche Verbindungen und ist gleichzeitig keiner dieser Gruppie - run gen zur Gefolgschaft verpflichtet. – Die UNO verfügt über drei grosse Standorte: Das Hauptquartier in New York, den europäischen Hauptsitz Genf (mit zahlreichen Sonder organi sationen) und Wien (mit IAEA, CTBTO und weiteren Ablegern des UN-Systems). De facto ist Liechtenstein heute nur in New York vertreten: Die Ständige Mission in Genf ist fast ausschliess - lich mit WTO- und EFTA-Themen befasst, jene in Wien mit der OSZE und den bilateralen Beziehungen mit Öster reich. Damit wird nur an einem der drei Stand orte substantielle Arbeit geleistet (ein Aus - bau der UN-Aktivitäten in Wien wird gegenwärtig dis kutiert). Damit arbeitet Liechtenstein in New York unter sehr guten Voraus set - zun gen, indem es eng in Gruppierungen gleichgesinnter Länder ein ge - bun den, gleichzeitig aber an keine gemeinsamen Positionen ge bunden ist und daher weitgehend unabhängig agieren kann. Dadurch ergibt sich die entsprechende Gestaltungsfreiheit, welche Voraussetzung für die Schaf - fung eines eigenständigen nationalen Profils ist. Als Er schwe rung ist zu nennen, dass das Image Liechtensteins bei den Vereinten Nationen fast vollständig vom Standort New York abhängt, weil die europäischen UN-Standorte Genf und Wien durch Vertretun gen abgedeckt sind, wel - che schwerpunktmässig mit anderen Aufgaben befasst sind. 282Christian Wenaweser
        

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