Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/201/
eines liechtensteinischen Programms zur Friedensforschung und Kon - flikt prävention. Die Anfang September 2003 in Liechtenstein abgehal - tene Tagung des Stockholm International Peace Research Institute (SI- PRI) über Wirtschaft und Sicherheit nach dem 11. September war die erste Konferenz im Rahmen dieser neuen Initiative. Die liechten stei - nische Regierung hat erkannt, dass ein Kleinstaat mit seinen Bemü hun - gen im Bereich der Friedenssicherung die Chance hat, sich in die inter - nationale Politik einzubringen. Diese Chance haben wir genützt und ich bin sicher, dass wir auch deshalb als wertvoller Partner in der Völker ge - mein schaft wahrgenommen 
werden. 7. Internationale Solidarität In diesem Zusammenhang möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Liech tenstein der internationalen Solidarität im Rahmen der humanitä - ren Hilfe und der Katastrophenhilfe grosse Bedeutung beimisst. Die Regierung hat das Ziel festgelegt, dass Liechtenstein schritt - weise und in absehbarer Zeit den international geforderten Standard von 0,7 Prozent am BIP erreicht. Derzeit liegt der liechtensteinische Anteil bei rund 0,33 Prozent, was sich im internationalen Vergleich durchaus sehen lassen kann. Dies soll aber unsere weiteren Anstrengungen nicht behindern. Im Rahmen der EWR-Erweiterung wird Liechtenstein auch einen massiv höheren Beitrag an den EWR-Finanzierungsmechanismus leisten. Es handelt sich um die Verfünffachung des bisherigen Betrags auf jähr lich 900’000 EURO für die Jahre 2004 bis 
2009. 8. Historikerkommission Die Rolle Liechtensteins im Zweiten Weltkrieg ist Gegenstand von Ab - klä rungen in Liechtenstein. Die Regierung hat im Jahr 2001 eine Histo - ri kerkommission eingesetzt, um aktuell aufgeworfene Fragen und Vor - stösse zur Rolle Liechtensteins im Zweiten Weltkrieg wissenschaftlich untersuchen und aufklären zu lassen. Insbesondere soll die Frage be han - delt werden, ob Liechtenstein dabei mitgewirkt habe, im Zuge der na- tionalsozialistischen Herrschaft geraubte Vermögenswerte zu ver stecken und zu verschieben. 210Ernst 
Joseph Walch
        

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