Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/119/
Ver gleich mit Israel hinkt allerdings. 
Vitànyibejaht ebenfalls das Vor lie - gen aller konstitutiven Staatselemente, führt abschliessend allerdings völ lig missverständlich aus, dass «der Aussenminister von Sealand in sei- nem Brief vom 5. November 1976 an den GS der VN alle Verpflich tun - gen aus der Verfassungsurkunde der VN akzeptiert (sic) und sich die Regierung Sealands mit Wirkung vom 26. Januar 1977 auch der Ge - richts barkeit des IGH unterworfen habe» – worin er offensichtlich ein weiteres Indiz für die Völkerrechtssubjektivität Sealands sieht. Das VG Köln wies die Klage als unbegründet ab und führte dazu – unter Verwerfung aller Argumente 
Leisners– Folgendes aus: Sealand verfügt über kein Staatsgebiet i.S.d. Völkerrechts, da es sich dabei ledig - lich um eine künstliche Insel handelt. Auch durch «Aufschüttungen» kann daher kein Staatsgebiet gewonnen werden. Sealand fehlt auch ein Staatsvolk, da die permanent am Flakturm lebenden 30 bis 40 Personen als blosse «Systemerhalter» anzusehen sind und demgemäss keinesfalls eine Schicksalsgemeinschaft i.S.e. echten Staatsvolks darstellen können. Auch qualifiziert der Betrieb von Spielbanken und Vergnügungsstätten ein Staatsvolk nicht in dem Sinn, dass damit bereits der Erwerb seines Le bens unterhalts gewährleistet ist. Alle Staatsbürger Sealands gehen näm lich nach wie vor ausserhalb von Sealand ihren eigenen (wirtschaft - lichen) Interessen nach, sodass sich der gemeinsame Zweck ihres Zusam - men schlusses im Grunde nur auf steuerpolitische Interessen beschränkt. Man kann daher, ganz i.S.d. Urteils des VG Köln, davon ausgehen, dass das Fürstentum Sealand keinen «Staat» im völkerrechtlichen Sinn darstellt. Alle in den beiden Gutachten für eine Staatlichkeit Sealands vor ge - brachten Argumente mögen vielleicht aus staatsrechtlicher Sicht in der einen oder anderen Form begründet sein, aus völkerrechtlicher Sicht handelt es sich aber zweifellos um einen «künstlichen» Staat, der unter den Typus «Staat» nicht inkludiert werden 
kann. 7.1.2 Die «Conch Republic» Im Gefolge einer US Border Patrol Blockade, die diese gemeinsam mit der «Drug Enforcement Administration» (DEA) am Highway U.S. 1 in Florida-Stadt beim «Last Chance Saloon» in Richtung auf den Norden der Florida Keys durchführte, «sezedierten» diese am 23. April 1982 von 125 
Kleinstaaten im Völkerrecht
        

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