Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
39
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000240237/101/
dings wer den die Azoren, wie vorstehend bereits erwähnt, als Regionen in äusserster Randlage durch den Aktionsplan 
«Grand voisinage» unter - stützt.277 4.3.8.10 Britische Hoheitszonen auf Zypern Die beiden britischen Hoheitszonen auf Zypern, 
Dhokeliaund Akrotiri, verfügen über denselben kolonialen Status, den die Insel Zypern bis 1960 gehabt hatte.278Da Grossbritannien auf diesen beiden Militärbasen wei - ter hin volle Territorialhoheit ausübt, mussten diese Gebiete vom An - wen dungsbereich des EG-Vertrages ausgenommen werden, was durch Art. 299 Abs. 5 lit. b) EGV auch geschah. Gem. Art. 198 Abs. 3 lit. b) EAGV gilt auch der Euratom-Vertrag nicht für diese beiden 
Zonen. 5. Staatenpraxis versus Organpraxis Internationaler Organisationen Aus der Fülle der vorstehend ausgebreiteten Informationen sind nun - mehr die wichtigsten Schlussfolgerungen im Hinblick auf das Bestehen bzw. Nichtbestehen einer eigenen völkerrechtlichen Kategorie von «Klein»- bzw. «Kleinststaaten» zu ziehen. Bevor allerdings eine solche Einordnung versucht werden kann, muss zunächst methodisch die in der Literatur immer wieder kritiklos vorgenommene syn kretisti sche Ver mi - schung von Staatenpraxis und Organ- bzw. Organisations praxis revi - diert bzw. korrigiert werden. Ein klassisches Beispiel einer solchen Vor - gangsweise ist der Versuch 
Fleiners, den Kleinstaat de iure über sein Stimm gewicht in (einer) Internationalen Organisation zu defi nie ren: «Ein Kleinstaat de iure ist ein Staat, dessen Mitbestimmungsrecht in ei- ner Internationalen Organisation im Vergleich zum Mitbestim mungs - recht der Mehrzahl der anderen Mitgliedstaaten beschränkt ist».279107 
Kleinstaaten im Völkerrecht 277Vgl. dazu vorstehend auf S. 96. 278Order in Council 1962, S. I, 1962, No. 396. 279Fleiner, T.Die Kleinstaaten in den Staatenverbindungen des zwanzigsten Jahrhun - derts (1966), S. 29.
        

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