Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
38
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000238178/299/
Anspruch auf Schadenersatz noch gar nicht entstanden ist. Der öffent - liche Rechtsträger kann der Verjährung des Rückersatzanspruches gegen das Organ mit einer Feststellungsklage begegnen, die zur Unter bre - chung der Verjährungsfrist 
führt.465 § 8 Ersatz des unmittelbaren Schadens oder Organhaftung I. Allgemeines 1. Begriff und Ausgestaltung Eine Schädigung des öffentlichen Rechtsträgers kann auch dadurch er - fol gen, dass ihm ein Organ «in Vollziehung der Gesetze», d. h. in Aus - übung hoheitlicher Tätigkeit, unmittelbar Schaden zufügt. Man spricht von Organhaftung. Sie steht in einem engen inneren Zusammenhang mit der Amtshaftung und ist im Unterschied zur österreichischen Rege - lung466ebenfalls im Amtshaftungsgesetz enthalten. Sie hat ihre Grund - lage in Art. 109bisAbs. 2 LV (neu: Art. 109 Abs. 2 LV). In fast wortglei - cher Übernahme formuliert Art. 7 Abs. 1 AHG, dass die als Organe handelnden Personen dem öffentlichen Rechtsträger (Land, Gemeinde oder sonstige Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts), in dessen Dienst sie stehen, für den Schaden haften, den sie ihm durch vorsätzliche oder grobfahrlässige Verletzung der Amtspflichten unmittelbar 
zufügen. 2. Praxis Es gibt keine Judikatur zur Organhaftung. Ihre praktische Bedeutung ist bisher 
gering.299 
§ 8 Ersatz des unmittelbaren Schadens oder Organhaftung 465Eypeltauer/Strasser, S. 108 mit Literaturhinweisen. 466In Österreich ist sie in einem eigenen Gesetz, d. h. im Organhaftpflichtgesetz vom 19. 5. 1967, BGBl 1967/181 geregelt.
        

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