Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
37
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000234714/80/
Staat fallen würden.159Die Regierung begründete dies auf Grund einer entsprechenden Kleinen Anfrage im Landtag damit, dass in der Vergan - gen heit wiederholt Konzessionsauflagen zur Aufnahme des Sende be - triebs binnen Jahresfrist nicht eingehalten worden seien und mit der Bank garantie die tatsächliche Aufnahme des Sendebetriebes sicherge- stellt werden 
solle.160 2.3.2.4 Cablecom Im Juni 2001 wurden Pläne der Cablecom Multimedia GmbH Vaduz be- kannt, ein internationales digitales Fernsehprogramm unter dem Namen «Cablecom» zu veranstalten.161Es handelt sich dabei um ein 100-pro- zentiges Tochterunternehmen des grössten Kabelnetzbetreibers der Schweiz, der Cablecom, welche ihrerseits zum englisch-amerikanischen Kabelfernsehkonzern NTL gehört.162Aus dem Bericht und Antrag der Re gierung an den Landtag geht hervor, dass die Cablecom sowohl als Free TV wie auch als Pay-TV empfangen werden sollte. Die Programme sollten sich dabei aus Unterhaltung, Shows, Filmen, Serien, Sport, Events u.a. zusammensetzen. Im Free TV sollten die informationsorien- tierten Sendungen den Schwerpunkt darstellen, die Finanzierung des Sen ders sollte über Werbung und Pay-TV-Einnahmen erfolgen. Der Grund für das Konzessionsgesuch lag nicht in der Absicht, ein für den Markt Liechtenstein produziertes Programm auszustrahlen, son dern mit der liechtensteinischen Konzession den Zugang in den euro päischen Markt zu erreichen. Liechtenstein ist im Gegensatz zur Schweiz Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes EWR, sodass mit einer liechtensteinischen Konzession eine Programmvermarktung im europäischen Binnenmarkt möglich ist. Die Cablecom avisierte dabei die Kabelnetze im deutschsprachigen Raum. 80Mediengeschichte 
159Wirtschaft regional/Liechtensteiner Vaterland v. 12. April 2003. 160Beantwortung der Kleinen Anfrage des Abg. Roland Büchel durch Regierungschef- Stellvertreterin Rita Kieber Beck (Liechtensteiner Vaterland vom 23. April 2003). 161Liecht. Vaterland v. 8. Juni 2001. Demnach hatte der Sender am 18. April 2001 ein Ge such um Erteilung einer Sende- und Programmkonzession eingereicht. 162Cablecom wurde Ende 1999 zum Preis von 5,8 Milliarden Franken an NTL ver- kauft. Cablecom hatte zu je 32 Prozent der Swisscom, Siemens und der deutschen VEBA gehört, zu 4 Prozent dem Gründer Leo Fischer. Angaben von Website www.moneycab.com.
        

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