Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
37
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000234714/71/
mehrere, auf ein internationales Publikum schielende Privatsender, die jedoch bisher nicht erfolgreich lanciert worden sind. Keiner dieser Sen - der typen wurde bisher bis zu einem Sender mit Vollprogramm ent- wickelt. Massgeblich für den alltäglichen Fernsehkonsum bleiben daher die ausländischen Sendeanstalten. Seit der weitgehend vollständigen Ver - ka belung der Haushalte ist eine Vielzahl von Fernsehprogrammen zu empfangen. Wer noch weitere Programme empfangen möchte, die aus technischen Kapazitätsgründen von den Kabelbetreibern nicht aufge- schalten werden können, kann dies mit Hilfe von Satellitenempfängern tun. Im Vergleich zu den Vollprogrammen der öffentlich-rechtlichen und den zunehmenden privaten Sendern weltweit zeigt sich die einhei- mische Fernsehlandschaft Liechtensteins sehr karg. Ein Sender, der sich mit journalistischem Anspruch auf das Gebiet Liechtenstein konzen- triert, fehlt bis 
heute. 2.3.1 Öffentlich-rechtliche Kanäle Liechtenstein hat sich an der Aufbauphase des Fernsehens seit den 1940er Jahren, verstärkt aber in den 1950er Jahren, nicht beteiligt. In den meisten europäischen Ländern war die erste Phase des Aufbaus von Fernsehanstalten eine Domäne des Staates.135Diese öffentlich-recht - lichen Sender – das Schweizer Fernsehen mit ihren sprachregionalen Sendern, ORF in Österreich oder ARD mit den Landesanstalten in Deutsch land – waren in der Anfangsphase nur terrestrisch mit Antenne zu empfangen. Das Publikum war daher in der Auswahl von Sendern stark eingeschränkt. Ein erster Ausbau des Fernsehangebotes fand statt, indem die Fernsehanstalten zweite Programme aufschalteten (SRG, ORF), oder einen zweiten öffentlich-rechtlichen Sender (ZDF in Deutsch land) einrichteten. Erst seit den 1980er Jahren erreichte die Libera lisierungswelle auch die deutschsprachigen Länder, sodass in der Folge eine zunehmende Zahl von privaten Fernsehsendern den Betrieb aufnahm, teilweise als frei empfangbare Sender, teils als abonnierbare Pay-TV-Sender. Längst war auch der Empfang via Antenne durch po- tentere und qualitativ hochwertigere technische Empfangsmöglichkeiten 71 
Fernsehen 135Vgl. Meier 2002; Steinmaurer 2002; Dreier 2002.
        

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