Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
37
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000234714/270/
35 Prozent beide gleich und 62 Prozent die VU vor der FBP. Das ergibt also unter dem Strich eine deutliche VU-Orientierung. Bei den Volks - blatt-Journalisten sieht es der Tendenz nach gleich aus: 3 Prozent werten die VU positiver als die FBP, 57 Prozent beide gleich, 40 Prozent die FBP vor der VU. Im Vergleich zur VU wird die FBP jedoch in den eigenen Rei hen etwas kritischer beurteilt. Generell zeigt sich von Seiten der Journalisten somit eine kritische Einstellung zu den Parteien. Dies lässt auf ein latentes Spannungs ver - hältnis zwischen Politik und Journalismus schliessen, das überhaupt nicht dem Bild des parteiloyalen Verlautbarungsjournalismus entspricht. Ein Vergleich mit Daten aus der Nachwahlumfrage zeigt, dass die Jour - na listen gegenüber den Parteien eine kritischere Einstellung als die Wäh - ler schaft haben. Die FBP schneidet in der Sympathiebewertung durch die Wählerinnen und Wähler mit dem Mittelwert 5,4 auf der Skala von 0 bis 10 um 1,5 Punkte besser ab als in der Bewertung durch die Gesamt - heit der Journalisten. Bei der VU beträgt diese Differenz 1,3 Punkte. Die Journalisten sind somit gegenüber den beiden Volks par teien distanzier- ter als die breite Bevölkerung. Dies gilt jedoch nicht für die Sympathie - be urteilung der FL: diese grün-alternative Partei geniesst nämlich im Kreis der Journalisten mit dem Mittelwert von 4,9 nicht nur die grösste Sym pathie aller Parteien, sondern auch eine um 1 Skalapunkt grössere Sym pathie als bei den Wählerinnen und Wählern. Die kritische Distanz - nahme zu den beiden Volksparteien ist somit begleitet von einer Par tei - en präferenz, die links von der politischen Orientierung der Bevöl ke rung steht. Dies bestätigt nochmals die Abweichung, wie sie bereits in der Selbst einstufung auf der Links-Rechts-Skala zum Ausdruck 
kam. 7.3.4 Zusammenfassung In der publizistischen Imagebeurteilung der Medien zeigen sich die liech- tensteinischen Journalisten durchaus nüchtern. Sie gehen davon aus, dass der ausländische Journalismus – sei dies der Printmedienbereich oder der Radio- und Fernsehbereich – ein besseres Image aufweist als der liechten- steinische Journalismus. Am weitesten gehen die Ansichten betreffend Radio L auseinander. Dieser Sender wird vom Radio-L-Team weit besser beurteilt als von den Printmedien-Kollegen. Wenig erstaunlich ist der Befund, dass die Journalisten ein politisches Interesse aufweisen, das 270Medienschaffende
        

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